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Jubiläums-Festgottesdienst in Hamm:
Bezirksapostel stärkt die Zukunftshoffnung

 

Bezirksapostel Stefan Pöschel feierte am 23. November 2025 in Begleitung von Apostel René Follmann in der Kirche in Hamm den Jubiläums-Festgottesdienst zum 125-jährigen Bestehen der Hammer Kirchengemeinde. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Kirchengemeinden Hamm-Werries und Hamm-Wiescherhöfen sowie die hörgeschädigten Glaubensgeschwister aus Nordrhein-Westfalen und die 10-14 Jahre alten Kinder aus dem Kirchenbezirk Hamm mit ihren Lehrkräften eingeladen. Der Oberbürgermeister von Hamm, Marc Herter, konnte zur Freude der großen Gemeinde auch am Gottesdienst teilnehmen.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Offenbarung 21, 3-4 zugrunde: „Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen".

Segenswünsche und Bibelwort zum Gemeindejubiläum
Der Bezirksapostel übermittelte der Jubiläumsgemeinde zunächst die Glück- und Segenswünsche des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche Westdeutschlands. Mit dem Bibelwort aus Psalm 27,4 schenkte er der Jubiläumsgemeinde noch ein besonderes Jubiläums-Bibelwort: "Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten. Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.“ Es sei für David, als Verfasser des Psalms, das größte Privileg gewesen im Tempel zu sein, auch wenn dieser erst später gebaut wurde, machte der Bezirksapostel deutlich.

Der Blick auf die neue Schöpfung
Auf das Bibelwort aus Offenbarung 21, 3-4 eingehend wies der Bezirksapostel auf die Kernbotschaft der Offenbarung hin, die ursprünglich als Trostschrift für verfolgte Christen verfasst wurde. Diese tröstliche Botschaft beschreibt die endgültige Überwindung des Bösen. Gott – so der Bezirksapostel – verbessert nicht nur hier und da ein wenig, sondern er macht alles neu. Die neue Schöpfung beginnt schon dort, wo Christus lebt und der Heilige Geist verwandelt.

Die Hütte Gottes bei den Menschen
Der Begriff "Hütte Gottes" erinnert an das alttestamentliche Offenbarungszelt und wird in der Offenbarung zum Bild der neuen Schöpfung verwandt. Besonders angesichts von Leid, Ungerechtigkeit und Tod schenkt diese Perspektive Hoffnung. Dabei erwähnte der Bezirksapostel einige Gemeinden in Afrika, wo Glaubensgeschwister Leid und Unterdrückung erleben, die wir uns nicht vorstellen können.

Predigtbeitrag von Apostel Follmann
Apostel René Follmann wies im Predigtbeitrag auf den ersten und letzten griechischen Buchstaben hin, das A und das O (Alpha und Omega) als Zeichen für Gottes ewige Präsenz und Vollständigkeit. Dann erinnerte der Apostel an die vielen Gemeindemitglieder, die in den 125 Jahren seit Gründung der Gemeinde bereits in die jenseitige Welt eingegangen sind. Erinnerungen an diese Seelen erzeugen ein Licht in uns, so wie Sterne, die in dunkler Nacht hell leuchten.

Abendmahl für die Entschlafenen
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls feierte der Bezirksapostel gemeinsam mit der Gemeinde das Abendmahl für die Entschlafenen. Der Chor leitete diese besondere Handlung mit dem Lied "Ich hab ein Heim" (SL) ein. Stellvertretend für die jenseitige Welt empfingen Bezirksältester Ralf Ermisch und der Vorsteher der Kirchengemeinde Hamm, Priester Carsten Neubacher, das Heilige Abendmahl. Zum Ausklang dieser sakramentalen Handlung ertönte das Lied „Meine Heimat ist dort in der Höh“ (GB 435) mit Piano und Querflöte.

Ein Musikensemble bestehend aus Querflöten, Alt- und Tenorsaxofone, Bariton und Klavier sowie der Projektchor des Kirchenbezirks erfreuten die anwesenden Gottesdienstteilnehmer im Gottesdienst. 

Freudige Verabschiedung
Nach dem Gottesdienst war Oberbürgermeister Marc Herter gern bereit, ein Grußwort an die versammelte Gemeinde zu richten und übermittelte herzliche Glückwünsche. Er zog eine Verbindung zwischen der Kirchengemeinde und den politischen Gemeinden und betonte die Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Politik. Lobend erwähnte er die stattliche Spende an die Hammer Tafel aus dem Erlös des Benefizikonzerts. zum Erntedank am 4. Oktober 2025.

Seine freie Rede hinterließ einen positiven Eindruck bei der Gemeinde. Als der Bezirksapostel ihn dann mit den Worten „Das ist eine einmalige Gelegenheit sich heute von vielen Hammer Bürgern zu verabschieden“ nach vorn bat, willigte der Oberbürgermeister sofort ein. Die Verabschiedung dauerte dadurch etwas länger, erzeugte aber auf beiden Seiten viel Freude.

Das Angebot, sich nach dem Gottesdienst mit einem Glas Sekt auszutauschen und einige Häppchen zu sich zu nehmen, nahmen viele Gottesdienstbesucher gern an. 

24. November 2025
Text: Redaktion Bezirk
Fotos: Jürgen Koschker, Michel Lenze, Lia Rattay

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