Am Samstag, den 18. April 2026 erschien im Westfälischen Anzeiger Bönen nachstehende Kolumne* des Bischofs i.R. Karl-Erich Makulla.
Bist du ein österlicher Mensch?
Wie in jedem Jahr erhielten wir zum Osterfest viele Grüße und gute Wünsche. Bunt gefärbte Ostereier, putzig angezogene Osterhasen, die auf einer Bank sitzen und in eine farbige und erwachende Frühlingslandschaft schauen – man wünscht sich mit dem zunehmenden Licht in dieser Jahreszeit auch wieder mehr Lebensfreude und Kraft. Natürlich nimmt man solche Wünsche gerne an, aber doch ist die Frage erlaubt: Ist das alles, was uns zu Ostern einfällt? Ist Ostern n nicht viel mehr? Ein Ostergruß erreicht mich, der ganz anders ist – ein kurzer Videoausschnitt aus einer nachösterlichen Predigt. Die Ausführungen packen mich und führen zum heutigen Artikel. Längst sind die letzten Schokohassen vertilgt und die Osterdekoration abgeräumt – Ostern ist abgehakt und wir gehen zur Tagesordnung über. Dabei wissen wir als Christen genau, dass die Osterzeit jetzt erst richtig losgeht. Sie währt bis Pfingsten, also insgesamt fünfzig Tage! Will man eine bestimmte Angewohnheit oder Tugend verändern, genügt es nicht, dass man drei Tage lang versucht, das eine zu tun oder etwas anderes zu lassen. Jeder, der etwas mit der Psyche oder dem Charakter zu tun hat, wird sagen, dass man mindestens sechs Wochen kontinuierlich die neue Angewohnheit durchhalten muss, um eine dauerhaftere Veränderung zu erreichen. So ist es auch mit Ostern. Wollen wir ein österlicher Mensch sein, ein österlich reicher Mensch sein, dann sollten wir uns daran gewöhnen, jeden Tag Gründe zur österlichen Freude zu suchen und zu finden und in unserer Seele zu verankern. Wir machen uns dabei in unserm christlichen Glauben bewusst, dass Jesus Christus auch für mich ganz persönlich am Kreuz gestorben und wieder vom Tod auferstanden ist. Unser Herr Jesus Christus lebt und wir in ihm! Wir erfahren so die Erfüllung des Wortes aus Johannes 3, 16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. Vielleicht hilft dann am Ende des Tages die bilanzierende Frage: Was hat Gott mir heute nicht alles geschenkt und worüber darf ich mich heute freuen? Ich wünsche uns allen noch eine von Freude erfüllte Osterzeit!
Karl-Erich Makulla - Bischof i. R.
Neuapostolische Kirche
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