Im gemeinsam erlebten Kindergottesdienst am 21. September 2025 in der Kirche in Bergkamen-Rünthe konnte mit einem Rollenspiel den sechs- bis neunjährigen Kindern aus den Gemeinden des Kirchenbezirks Hamm die Bedeutung von Freundschaft übermittelt werden.
Eine reiche Frau ließ ihre Dienerin pausenlos Arbeiten verrichten. Ihr ging es dabei gut: Sie saß auf einem Stuhl, hatte die Beine hochgelegt und las in einem Buch – bis sie sich plötzlich fragte, ob ihre Bedienstete auch einmal eine Pause genießen möchte. Bei Nachfrage nickte diese und ihre Chefin erlaubte ihr, sich auf dem Boden zu ihr zu setzen. Ein Gespräch baute sich auf und die Dienerin wurde gebeten, doch auch auf einem Stuhl Platz zu nehmen und etwas zu trinken. Beide tauschten ihre Gedanken aus und sprachen über Interessen und Wünsche. Sie waren sich sehr sympathisch. Die Szene endete damit, dass sich die Dienerin ab sofort im Gästezimmer heimisch fühlen sollte und man gemeinsame Zeit als Freunde verbringen wollte – auch über einen gemeinsamen Urlaub wurde gesprochen.
Menschliche Freundschaften
Danach wurden die Kinder über ihre Erfahrungen mit Freunden befragt. Was bedeutet es, ein guter Freund zu sein? Woran kann man ihn erkennen? Zum Schluss bastelten die Kinder ein Freundschaftsarmband mit Holzfischen.
Bin ich ein Freund Gottes?
Das Textwort des anschließenden Kindergottesdienstes stand in Johannes 15, 15: „Euch aber habe ich Freunde genannt.“ Priester Conradi beschrieb kurz die Situation, aus der die Bibelstelle entnommen wurde. Die Wegbegleiter von Jesus halfen ihm in vielen Dingen und nahmen ihm viele Aufgaben ab. Er erklärte: „Ihr seid meine Freunde!“. Sie halfen ihm dann als Freunde auch weiterhin und nahmen ihm Aufgaben ab – so wie es Freude füreinander tun.
Merkmale von Freunden Gottes
Gott sagt auch heute: „Du bist mein Freund!“ Die Kinder arbeiteten heraus, dass Freunde alles teilen, sich vertrauen, gemeinsame Zeit verbringen, sich alles sagen, auch Geheimnisse anvertrauen und zuhören. Man hält zusammen. So wollen wir es mit Gott auch machen. Wir sagen ihm alles im Gebet. Er hört uns zu und wir vertrauen ihm. Wir verbringen gemeinsame Zeit im Gottesdienst mit ihm. Er ist immer – auch in unserem Alltag – bei uns. Priesterin Neubacher beschrieb, wie sich Freunde helfen. Wenn ein Freund etwas Falsches gemacht hat, hilft der andere, es beim nächsten Mal besser zu machen. Man unterstützt sich. Wenn wir Sündenvergebung und Abendmahl feiern, vergibt uns unser Freund Jesus alles, was wir falsch gemacht haben. Es wird einfach vergessen, als wenn es nie gewesen wäre. Jesus ist uns in diesem Moment ganz nah – eben wie ein guter Freund.
Nach dem Geburtstags- und Schlusslied standen Kuchen, Snacks und Getränke im Nebenraum für Kinder, Eltern und Lehrkräfte bereit.
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