Am 28. Juni 2026 feierte Priesterin Almut Neubacher mit den sechs- bis neunjährigen Kindern aus den Gemeinden des Kirchenbezirks Hamm den Gottesdienst mit einem besonderen Schwerpunkt: Das Heilige Abendmahl.
Bibelwort: Johannes 5, 56 „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“
Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen trafen sich die Kinder zu einem ganz besonderen Mahl, der Tisch war feierlich bereitet in der Kirchengemeinde Bergkamen-Rünthe. Zu Beginn des Beisammenseins trugen die Kinder zusammen, was passiert, wenn Kinder eine Einladung zum Geburtstag oder zum Essen erhalten. Sie ziehen sich etwas Schönes und Sauberes an, waschen und kämmen sich und machen sich pünktlich auf den Weg.
So verlief auch dieser Kindergottesdienst. Die Kinder wuschen sich zunächst gründlich die Hände und trafen sich anschließend im Kinderraum, wo der „Tisch bereitet“ war. Bei der anschaulichen Erzählung der Begebenheit „Jesus feiert das Abendmahl“ wurde für das Essen gedankt, das Brot gebrochen und verteilt und der Wein (Traubensaft) getrunken. Alle spürten die schöne und fröhliche, ganz besondere Gemeinschaft.
Im anschließenden Gottesdienst führte Priesterin Neubacher aus: Da ist jemand, der will mit uns Gemeinschaft haben, mit uns feiern, mit uns zusammen sein. Unser Herr Jesus bereitet uns immer wieder das Abendmahl. Egal, wie „schmutzig“ wir sind, er möchte immer wieder mit uns Gemeinschaft haben, bei uns sein.
Sie führte weiterhin ein schönes Bild an: Ein Tisch ist bereits mit drei Plätzen besetzt - ein Platz ist leer: Gott, Jesus und der Heilige Geist sitzen bereits an diesem Tisch, der leere Platz ist für uns, wir sind stets eingeladen.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl erinnerte sich Priester Conradi an die strahlend weiße Tischdecke, die zu Hause jeden Sonntag aufs Neue gereinigt und gebügelt auf dem Mittagstisch lag. Die Mutter hatte es immer wieder geschafft, die zahlreichen Flecken zu entfernen. Wenn wir im Gebet mit Jesus sprechen und er sieht unser Bemühen und uns auch Dinge, die nicht gut gelaufen sind, leidtun, dann hilft er uns – er ist in der Lage, diese „Flecken zu reinigen“, dann können wir wieder strahlen, nämlich immer wieder in der Sündenvergebung und dem Heiligen Abendmahl. Neben den Abendmahlskehlchen stand eine Karaffe samt Kaffeefilter auf dem Altar. Hier konnte Pr. Conradi nun direkt veranschaulichen, wie aus stark verunreinigtem Wasser durch das Filtern nahezu klares Wasser gewonnen werden kann. Eine schöne Hinleitung zum Heiligen Abendmahl. Statt Bußlied erklang nun der Ton einer Klangschale und ein jeder hielt inne – es war ganz still.
Am Ende des Gottesdienstes erhielten die Geburtstagskinder selbstverständlich ihr Geburtstagsständchen, bevor man zum Schlusslied „Hewenu shalom“ noch einmal – trotz Hitze - alle Kräfte zusammennahm. Im Anschluss gab es noch ein schönes Beisammensein, wo dank lieber Gemeindemitglieder Erfrischendes auf alle wartete.
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