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Licht und Finsternis
Bezirksapostel feiert Gottesdienst im Kirchenbezirk Hamm

 

Bezirksapostel Stefan Pöschel feierte am 4. Dezember 2024 in der Kirche in Bönen mit fünf Gemeinden den ersten Gottesdienst im Kirchenbezirk Hamm, der per IPTV auf die nicht anwesenden Gemeinden übertragen wurde.

Zu Beginn der Predigt wies Bezirksapostel Pöschel auf den hohen Wert der Gemeinschaft hin und benutzte dazu das Bild der fünf präsenten Gemeinden. Anders als sonst – so der Bezirksapostel – kennen heute Abend etliche der anwesenden Gottesdienstteilnehmer ihren Banknachbarn nicht, weil dieser aus einer anderen Kirchengemeinde komme.

Unvoreingenommenheit
Wenn man sich nicht kennt, braucht es eine unvoreingenommene Haltung dem Nächsten gegenüber, damit Gemeinschaft entstehen kann. Der Zeitgeist betont die Individualität. Dies sei im Grunde nicht falsch, betonte der Bezirksapostel. Schwierig werde es, wenn „Wagenburgen“ entstehen und damit der Weg in eine 'Gefangenschaft der eigenen Individualität' beschritten wird.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Jesaja 9,1 zugrunde: "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell."

Finsternis und Licht 
Bezirksapostel Pöschel unterstrich in seiner Predigt, dass das Alte Testament mit Blick auf Christus ausgelegt wird und dieses Prophetenwort mit den Begriffsgegensätzen „Finsternis und Licht“ als Metapher verwendet wird. Finsternis als Metapher für eine in Sünde gefangene Menschheit und Gott ferne Welt. Licht als Sinnbild für Christus und für alles, was göttlich ist.

Christen haben einen Auftrag
Christen – so der Bezirksapostel – haben den Auftrag, das Licht aus Christus weiterzutragen und darüber zu sprechen, was zum Licht führt. Er stellte die Frage, wie wir uns als Christen verhalten, wenn wir erleben, dass das Böse um sich greift? Jesaja spricht von denen, die da wohnen im finstern Lande. Doch durch ihren Wandel und ihr Handeln wird deutlich, dass das Licht aus Christus in ihnen leuchtet, und dieses Licht tragen sie weiter. Dazu braucht es Mut, betonte der Bezirksapostel. Das sei die gemeinsame christliche Aufgabe.

Hinweis des Bischofs
Bischof Olaf Koch begann den Predigtbeitrag mit dem Hinweis, dass ihm das Licht im Dienen des Bezirksapostels sehr gutgetan habe, ebenso das Erleben der Gottesdienstgemeinschaft und das Hören der frohen Botschaft. Doch nichts passiere einfach automatisch, gab der Bischof zu bedenken. Licht in die Dunkelheit zu tragen oder Wärme in die Kälte, sei eine große und facettenreiche Aufgabe. Er rief dazu auf, aus den Gottesdiensten jeweils eine Facette des Lichtes mitzunehmen und in die Dunkelheit zu bringen. Dann verändern sich Zustände der Einsamkeit, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit in Lebensfreude, Fröhlichkeit und Hoffnung.

Letzter Impuls
Zum Schluss stellte der Bezirksapostel mit den Worten: „Was macht ein Gottesdienst mit dir?“ eine wertvolle Frage. Dabei wies er auf Mose hin, von dem die Bibel berichtet, dass sein Angesicht sehr hell glänzte, als er nach der Begegnung mit Gott vom Berg Sinai kam (2.Mose 29 ff). Strahlt unser Inneres nach dem Gottesdiensterleben oder drehen sich die Gedanken nur um das, was unserer Meinung nach im Gottesdienst nicht gelungen war? Dieser abschließende und wertvolle Impuls zum Ende des Predigtteils und zur Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls erzeugt Klarheit über den eigenen Standpunkt. 

Mit dem Chorlied „Gott sandte zu uns seinen Sohn“ (CB 5) endete der Festgottesdienst, anschließend verabschiedete sich der Bezirksapostel persönlich von allen Gottesdienstteilnehmern.

 

 

 

6. Dezember 2024

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Bischof Olaf Koch mit Gattin wird begrüßt
Bezirksapostel Stefan Pöschel ist eingetroffen
Chorgesang unter Leitung von Gudrun Tucholski
Gemeindegesang zum Gottesdienstbeginn
 

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