Am Sonntag, den 10. Dezember 2023 waren die Gemeinden Hamm-Werries und Hamm-Wiescherhöfen nach Hamm-Mitte eingeladen, um dort den Gottesdienst mit unserem neuen Apostelm René Follmann zu erleben. In diesem Gottesdienst wurde ein Kleinkind versiegelt, ferner gab es zwei Ruhesetzungen und die Beauftragung eines neuen Vorstehers für Hamm-Mitte.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Johannes 1, 5: "Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen."
Der Chor sang zum Auftakt des Gottesdienstes "Die Lenden lasst umgürtet sein".
Advent
"Der Vortrag des Chores hat die wesentlichen Elemente der Adventszeit, die wir gerade durchleben, ausgedrückt", so leitete Apostel Follmann die Predigt ein. Erwartung und Vorfreude sind darin enthalten.
Mit dem Bild des Adventskalenders, wo sich jeden Tag beim Öffnen eines Türchens eine kleine Freude zeigt, regte Apostel Follmann an, doch jeden Tag einem anderen Menschen eine kleine - vielleicht unerwartete - Freude zu machen und eine Hilfe zu sein. Lasst uns die Augen offen halten für den anderen - für die Bedürfnisse des anderen.
Gerade in der hektischen Advents- und Vorweihnachtszeit, in der von der Familie viel geplant und organisiert werden muss, gilt es, sich die Freude nicht rauben zu lassen!
Licht
Das Licht ist ein ganz wesentlicher Teil der wunderbaren göttlichen Schöpfung. Gott schuf zuerst das Licht - so lesen wir es in der Schöpfungsgeschichte. Wir können immer wieder über diese vollkommene Schöpfung staunen.
Jesus Christus kam auch als göttliches, sichtbares Licht in in diese Welt. Viele Menschen haben dieses Licht damals wie heute nicht erkannt.
Christen glauben, dass Jesus nicht nur ein weiser Mensch war, sondern tatsächlich Gott ist. Es gilt das Versprechen Jesu, dass er sich einem jeden Menschen zuwendet, der Hilfe bei ihm sucht - ja, sogar dem, der von ihm nichts wissen will. Es ist Teil des göttlichen Erlösungsplanes, dass dieses Licht für alle Menschen scheint. Gott möchte allen Menschen helfen! Wir Christen tragen dieses göttliche Licht auch in uns und sollen es für andere Menschen leuchten lassen.
Jesus hat bis heute keinen Menschen aufgegeben.
Nach dem Chorlied "Eine kleine Leuchte", unterstrich Evangelist Wilfried Kroll in seiner Co-Predigt nochmals, dass das was Gott geschaffen hat (z.B. den Tag-Nacht-Rhythmus), für alle Menschen vorhanden ist. Auch das göttliche Licht in Jesus Christus kann jeder in Anspruch nehmen.
Die Jünger Jesu haben zur damaligen Zeit nicht alles verstanden, was Jesus sie gelehrt und ihnen vorgelebt hat. Jesus hat aber nie aufgegeben - bis heute nicht!
Wir müssen darauf achten, dass das göttliche Licht nicht durch irdische Dinge zurückgedrängt wird.
Freudig nach vorne blicken
"In den zwölf Jahren, in denen ich nun in der Gemeinde Hamm sein darf, habt ihr mir das Dienen immer leicht gemacht", so richtete Diakon Peter Klingel seinen Dank an die Gemeinde.
Es geht auch nach dem Ruhestand weiter - und vor allem geht es für uns als Gemeinde mit einem neuen Apostel, mit einem neuen Bischof und einem neuen Vorsteher weiter, der heute für uns eingesetzt wird!
Sieht man uns Christen an, dass uns die göttliche Liebe gut tut?
Bischof Olaf Koch stellte in seiner Co-Predigt ein Bild in den Mittelpunkt: Er skizzierte eine Situation in der Stadt im hektischen Treiben der Vorweihnachtszeit, wo es nicht viel Schönes zu sehen gibt, ja, vielleicht ist es auch noch nass, kalt und ungemütlich. Plötzlich sieht man ein kleines Kind auf dem Arm der Mutter, das etwas Leckeres zum Essen in der Hand hält und mit strahlendem Gesicht umherblickt.
Wie geht es uns, wenn wir diese Situation betrachten? Ganz automatisch wird man davon angesteckt, ein Lächeln huscht über unser Gesicht und in uns ist etwas geschehen.
Durch die frohe Botschaft des Evangeliums, die wir in uns tragen und die damit verbundene schöne Zukunft bei Gott, dürfen wir Christen es viel besser haben als viele Menschen, die um uns herum sind. Gott versorgt uns, mit allem was wir brauchen.
Sollte man uns das nicht auch ansehen - wie dem kleinen Kind in dem Bild?
Heilige Versiegelung
"Weil ich Jesu Schäflein bin" wurde zu Beginn der Heiligen Versiegelung mit Querflöte und Orgel vorgetragen.
"Bei Jesus standen die Kinder immer im Mittelpunkt", begann Apostel Follmann die Ansprache zur Heiligen Versiegelung und so war es auch eine ganz besondere Freude, dass in diesem Gottesdienst ein Elternpaar aus der Gemeinde Hamm-Wiescherhöfen ihr Kind in den Mittelpunkt der Festgemeinde zum Empfang des Sakramentes der Heiligen Versiegelung brachte.
Die Liebe Gottes zeigt sich auch darin, dass bereits ganz junge Menschen mit dem Heiligen Geist versiegelt werden und dadurch die besondere Zuwendung Gottes erhalten.
Für die Eltern ergibt sich durch die Versiegelung ihres Kindes die Aufgabe, ein Vorbild im christlichen Glauben zu sein.
Herzlichen Dank für fast 80 Jahre Amtstätigkeit
Ein Flöten-Trio spielte "Hebe deine Augen auf zu den Bergen" (Felix Mendelssohn-Bartholdy, aus dem Oratorium "Elias").
In seiner Ansprache zur Ruhesetzung würdigte Apostel Follmann die 40-jährige Amtstätigkeit von Evangelist Wilfried Kroll, sowie die 36 jährige Amtstätigkeit von Diakon Peter Klingel.
"Ihr beide seid in jungen Jahren dem göttlichen Ruf gefolgt - obwohl sicher im Herzen die Sorge stand: Das kann ich doch gar nicht!"
Evangelist Kroll war in seiner Zeit als Amtsträger in vielen Gemeinden tätig - auch im Ausland (Albanien.), sowie als Vorsteher und zuletzt als Vorstehervertreter.
Es ging immer darum, das Werk Gottes im Sinne Jesu Christi voranzubringen!
Diakon Klingel war viele Jahre in Hamm-Heessen tätig und die letzten Jahre in Hamm-Mitte. Er bemühte sich insbesondere auch um die Pflege der Kirche und des Kirchengrundstücks.
Auch den anvertrauten Geschwistern schenkte er immer besondere Zuwendung.
Nicht zuletzt gilt auch ein herzliches Dankeschön den beiden Ehefrauen, die ihre Ehemänner immer in der Arbeit tatkräftig und mit Gebet unterstützten!
Eine neue Gemeinde für einen erfahrenen Mann
"Ein erfahrener Mann" wird nun für die Gemeinde Hamm-Mitte als Vorsteher beauftragt, so begrüßte Apostel René Follmann Carsten Neubacher am Altar.
Carsten Neubacher war nun schon seit ca. acht Jahren als Vorsteher in Hamm-Werries tätig. Eine neue Gemeinde ist immer eine neue Herausforderung. Diese Herausforderung soll durch die ganze Gemeinde mit unterstützt und getragen werden.
"Einer ist immer da, der hilft: Unser Gott". Und gerade auch in Notsituationen können wir die göttliche Hilfe besonders erleben.
Nun gilt es auch die Herzen der Geschwister in Hamm zu erobern und die Gaben und Möglichkeiten zu entdecken, die sich dann zum Segen für die ganze Gemeinde auswirken können!
Anschließend beauftragte Apostel René Follmann Carsten Neubacher als Vorsteher für die Gemeinde Hamm-Mitte.
Das war wirklich ein ereignisreicher, segensreicher und freudiger Adventsgottesdienst!
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