Am 14. September 2025 fand in der Gemeinde Hamm ein Kindergottesdienst für die 10- bis 14-jährigen Kinder aus den Gemeinden des Kirchenbezirks statt. Ein Teil des „Unser Vater“ stand dabei im Mittelpunkt.
Zu Gottesdienstbeginn sang die Gemeinde das Lied „Einen goldenen Wanderstab“. Evangelist Martin Rattay, der den Kindergottesdienst feierte, nahm zu Beginn der Predigt zunächst Bezug auf den Inhalt dieses Liedes: „Der goldene Wanderstab ist unser Glaube, der uns im Alltag begleiten möge“.
Manchmal wird vom „Lebensweg" und vom „Glaubensweg" gesprochen – so, als wären es zwei unterschiedliche Wege. Schön ist es, wenn es nur einen Weg gibt, auf dem wir gehen: Den Glaubensweg, der uns auch im Alltag stets die richtige Richtung weist!
Lehre uns beten!
Dann sprach Evangelist Rattay von der Begebenheit, in der Jesus sich zurückgezogen hatte, um zu Gott, seinem Vater, zu beten. Jesus kam nach dem Gebet gestärkt zu seinen Jüngern zurück. Die Jünger waren in diesem Moment so beeindruckt von der Wirkung des Gebetes, dass sie Jesus baten, er möge ihnen doch auch das Beten lehren.
Jesus tat dies indem er ihnen das „Unser Vater“ in ihre Herzen legte.
Ein Ausschnitt aus diesem Gebet war die Grundlage für diesen Kindergottesdienst: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ (Matth. 6, 13)
Das „Unser Vater“ lehrt uns, dass wir beim Beten nicht viele Worte machen müssen. Es kommt darauf an, dass wir das Gebet ernst nehmen.
„… führe uns nicht in Versuchung …“ meint, „begleite uns in der Versuchung“ – denn wir sind immer Situationen ausgesetzt, die uns von Gott trennen möchten.
Wir haben stets die Wahl, Gutes oder Böses zu tun. Jesus weiß selbst, was es bedeutet, Versuchungen ausgesetzt zu sein. Es geht darum, sich immer für den Willen Gottes zu entscheiden und damit der Versuchung zu widerstehen.
Gib mir Mut zum Brücken bauen
In den beiden Predigtbeiträgen der Priesterin Heike Fetter und der Diakonin Sylvia Finnemann-Lepke wurde auf das Heilige Abendmahl hingewiesen: „Gib mir Mut zum Brücken bauen!“ Mit einer Brücke lässt sich ein Abgrund überwinden – und dies ist oft nötig, um jemandem vergeben zu können.
Im „Unser Vater" heißt es auch: „Vergib mir, wie ich vergebe.“ Das ist ein Geben und Nehmen! Schön ist es, wenn Christen immer darauf achten, dass nie ein Abgrund entsteht.
Im Merksatz, der wie immer zuerst von der gesamten Gemeinde erraten werden musste, wurde die folgende Bitte zum Ausdruck gebracht: „Und hilf mir in der Versuchung eine gute Entscheidung zu treffen.“
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