Am 4. November 2026 feierte die Kirchengemeinde Unna gemeinsam mit Apostel René Follmann den Abendgottesdienst in ihrer gut besuchten Kirche. Hierzu waren auch die Kirchengemeinden Unna-Massen und Kamen eingeladen.
Zu Beginn des Gottesdienstes trug der Chor, bestehend aus Sängerinnen und Sängern der drei Kirchengemeinden, das Lied „Meine Seele ist stille zu Gott“ vor. Im Mittelpunkt stand die tröstliche Aussage: „Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.“ Apostel Follmann nahm Bezug auf diese Aussage und stellte die Frage, ob es denn überhaupt möglich sei, aus der Liebe Gottes herauszufallen. Seine Antwort darauf war eindeutig: Nein! Vielmehr betonte er die große Geduld und Liebe Gottes gegenüber den Menschen.
Kleiderwechsel
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gläubigen in Kolossä, Kapitel 3, Vers 12, zugrunde: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“
In der Predigt griff der Apostel diesen Gedanken auf und machte deutlich, dass Nachfolger Christi, damals wie heute, mithilfe des Heiligen Geistes Jesus Christus immer ähnlicher werden möchten. In Kolossä wurden seinerzeit Stoffe gefärbt und Kleider verkauft. Dieses Bild griff Apostel Paulus auf und ermunterte die damaligen Christen, ungute Verhaltensweisen wie alte Kleidungsstücke auszuziehen und neue anzuziehen.
Dass dies nicht immer einfach ist, verdeutlichte Apostel Follmann und lenkte den Blick auf das eigene Verhalten gegenüber dem Nächsten, sowohl innerhalb der Kirchengemeinde als auch im persönlichen und beruflichen Alltag.
Den Nächsten groß machen
Mit den im Kolosserbrief genannten Eigenschaften wie herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld griff der Apostel wesentliche Bestandteile eines christlichen Miteinanders auf. In Vers 14 wird dieser Gedanke weitergeführt: „Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ Die Liebe hält alles zusammen und bildet die Grundlage dafür, dem Nächsten mit Wertschätzung zu begegnen und ihn groß zu machen.
Jesu ähnlicher werden
Priester Karsten Kramer, Vorsteher der Gemeinde Kamen, der auf die Feier des Heiligen Abendmahls vorbereitete, griff diesen besonderen Gedanken auf und lenkte den Blick auf das Sakrament, in dem wir in der ausgesonderten Hostie Leib und Blut Jesu Christi empfangen. Durch den Empfang dieses Sakraments können wir immer tiefer in das Wesen Jesu Christi hineinwachsen, den Nächsten groß machen und Jesus Christus in unserem Denken und Handeln ähnlicher werden.
Heilige Versiegelung, Heiliges Abendmahl und Verabschiedung
Nachdem der Apostel einem Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet hatte, feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Mit dem Chorlied „Heilig, heilig, heilig“ fand der Gottesdienst seinen Abschluss. Anschließend bestand die Möglichkeit, sich persönlich vom Apostel zu verabschieden.
6. November 2026
Text:
Redaktion Bezirk
Fotos:
Redaktion Bezirk
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