Apostel Rene Follman feierte am Sonntag, den 23. August 2026 in der Kirche in Bönen einen besonderen Festgottesdienst mit Ruhesetzung und neuer Vorsteherbeauftragung. Eingeladen zu diesem Gottesdienst waren neben der Kirchengemeinde Bönen auch die Gemeinde Hamm-Wiescherhöfen und die Gruppe der Hörgeschädigten aus Westdeutschland sowie die Vorsteher des Kirchenbezirks Hamm.
Der Predigt lag das Bibelwort aus dem 2. Buch Mose 20, 12a :“Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ zugrunde.
Zu Beginn des Gottesdienstes betrachtete Apostel Follmann die Beziehung des Menschen zu Gott vor dem Hintergrund, dass Gott als Schöpfer das Leben schenkt. „Er hat uns gemacht und wenn ich mir bewusst mache, was ich ihm alles verdanke und dass ich von ihm abstamme, dann habe ich eine Beziehung zu Gott", formulierte der Apostel. Diese Verbindung zu Gott besteht unabhängig davon, ob der Mensch sie bewusst wahrnimmt oder pflegt.
Das vierte Gebot
Im Mittelpunkt der Predigt stand das vierte Gebot: „Ehre Vater und Mutter“, welches positiv formuliert ist. Es geht darum, die eigenen Eltern zu ehren und ihnen mit Respekt und Dankbarkeit zu begegnen. Jeder Mensch hat Eltern. Der Apostel machte deutlich, dass Kinder auf die Fürsorge ihrer Eltern angewiesen sind, dass aber Eltern in ihrer Verantwortung auch Fehler machen. Es gibt Familien, in denen Kinder wenig Liebe erfahren haben oder sogar Gewalt erleben mussten. Dieses Gebot könne für Menschen mit schwierigen Erfahrungen eine besondere Herausforderung darstellen. Gleichzeitig wurde betont, dass Gott die persönlichen Situationen und die Schwere von Schuld kennt und gerecht beurteilt.
Vorbild für die eigenen Kinder
Ein weiterer Gedanke war, dass Eltern selbst Vorbilder für ihre Kinder sind. Dazu wurde die Frage gestellt: „Wie geht man mit den eigenen Eltern um? Ist man da das rechte Vorbild für die eigenen Kinder, wenn man mit deren Omas und Opas umgeht? „Kinder beobachten sehr genau, wie ihre Eltern mit anderen Menschen umgehen. Deshalb sollten Eltern nicht nur von ihren Kindern Respekt und Gehorsam erwarten, sondern selbst zeigen, wie ein liebevoller und respektvoller Umgang aussieht.
Jesus und die Gebote
Auch Jesus Christus bestätigte die Gebote Gottes. Er machte deutlich, dass er nicht gekommen sei, die Gebote aufzuheben, sondern sie zu erfüllen. Als Jesus als Kind im Tempel bei den Schriftgelehrten war, fühlte er sich offenbar sehr wohl. Trotzdem kehrte er anschließend mit seinen Eltern nach Hause zurück und war ihnen gehorsam.
Streben nach Vollkommenheit
Zum Schluss betonte der Apostel, dass der Mensch aus eigener Kraft nicht vollkommen werden kann. Trotzdem soll er danach streben, Gott näherzukommen und nach seinem Willen zu leben. Dazu ermutigte der Apostel: „Pflege doch deine Beziehung zu ihm.“ Gleichzeitig soll auch die Beziehung zu den Mitmenschen gepflegt werden. Denn das ewige Leben bei Gott wird als Gemeinschaft verstanden, in der viele Menschen miteinander verbunden sein werden.
Botschaft
Die Predigt endete mit dem Aufruf, die Worte Gottes im Alltag umzusetzen. Wenn Menschen in der Familie, in der Gemeinde und gegenüber ihren Mitmenschen liebevoll miteinander umgehen, kann bereits das gegenwärtige Leben schöner werden.
Liebe und Geduld
In seinem letzten Predigtbeitrag betonte Hirte Bernd Graffenberger, dass wir nicht aus eigener Kraft die Gebote halten können, sondern auf Gottes Hilfe angewiesen sind. Das Gebot „Ehre Vater und Mutter“ stehe auch im Zusammenhang mit gegenseitiger Unterstützung im mitmenschlichen Bereich. Schon das Volk Israel und später die ersten Christen halfen sich gegenseitig, wenn jemand überfordert war. Auch heute sollen wir einander im Glauben unterstützen. Durch Liebe, Geduld, Vergebung und gegenseitige Hilfe können wir bereits heute Gottes Segen erfahren.
Zum Schluss dankte Hirte Graffenberger für die Unterstützung während seiner Zeit als Vorsteher und besonders für die Gebete in einer gesundheitlichen schwierigen Zeit. Die Gemeinde wurde ermutigt, weiterhin zusammenzuhalten und treu zu bleiben, denn „wer treu bleibt bis ans Ende, der wird selig werden.“
Handlungen
Nach der Feier des heiligen Abendmahles wurde Hirte Bernd Graffenberger, Vorsteher der Gemeinden Bönen und Hamm-Wiescherhöfen sowie der Gruppe der Hörgeschädigten nach über 46 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in den Ruhestand gesetzt. Bezirksältester Ralf Ermisch, Leiter des Kirchenbezirks Hamm, dankte ihm im Namen aller Gemeindevorsteher für seine Besonnenheit und Kompetenz.
Priester Volker Bußian wurde als neuer Vorsteher der Gemeinden Bönen und Hamm- Wiescherhöfen und Priester Guido Eick für die Gruppe der Hörgeschädigten beauftragt.
Nach dem Festgottesdienst konnten sich die Geschwister bei einem Brunch mit Apostel Follmann und den anwesenden Amtsträgern und Gemeindemitgliedern in Gesprächen austauschen.
1. September 2026
Text:
Astrid Poguntke,
Redaktion Bezirk
Fotos:
Astrid Poguntke
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
