Mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“ begann am 25. Mai 2025 der Festgottesdienst zum 125-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde Unna, der per IPTV in vier Kirchen des Kirchenbezirks Hamm übertragen wurde. Zum Präsenzgottesdienst in Unna waren auch die Kirchengemeinde Unna-Massen und alle Jugendlichen mit ihren Betreuern aus den Gemeinden des Kirchenbezirks eingeladen. Aus Politik und Kirche konnten Herr Dirk Wigant, Bürgermeister der Kreisstadt Unna, Herr Dr. Karsten Schneider, Superintendent im evangelischen Kirchenkreis Unna, Pastor Bernhard Middelanis aus Holzwickede, im Auftrag des verhinderten Dechants Pfarrer Paul Mandelkow und Herr Hans-Martin Berg, Ortsvorsteher von Unna-Kessebüren begrüßt werden.
Vor Beginn des Gottesdienstes übermittelte Bürgermeister Wigant der Gemeinde ein persönliches Grußwort, in welchem er deutlich machte, dass die neuapostolische Gemeinde in der Stadt Unna ihren festen Platz gefunden hat und dass sich der neuapostolische Glaube durch eine klare christliche Botschaft, die im Alltag gelebt wird, auszeichnet.
Segenswünsche
Zu Beginn seiner Predigt übermittelte der Bezirksapostel die Segenswünsche aus dem Apostelkollegium und dem Landesvorstand. Beim Blick in die Gemeindechronik habe ihn beeindruckt, „wie viele großartige Schwestern und Brüder den Glauben hier gelebt haben“. Daraus leitete er einen Auftrag für die Gegenwart ab: „Worauf kommt es an? Dass wir dankbar zurückschauen und zugleich unseren Teil dazu beitragen, dass sich Menschen auch heute in der Gemeinde wohlfühlen.“
Glaube trotz Trauer
Das Bibelwort aus Johannes 11, 25–26 lenkte den Blick auf die Begegnung zwischen Jesus und Marta nach dem Tod ihres Bruders Lazarus. Marta bekennt: „Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes.“ Der Bezirksapostel würdigte diesen festen Glauben, der nicht an Bedingungen geknüpft war: „Sie vertraute Jesus, obwohl er ihren Wunsch nicht sofort erfüllte. Wie ist das mit unserem Glauben?“
Glaubenshaltungen im Spiegel der Zeit
In der Predigt stellte Bezirksapostel Pöschel verschiedene Glaubensformen vor: Das Volk Israel habe oft nur dann geglaubt, wenn Gott Wunder tat. Er nannte das einen „Wunderglauben“. Bei den Pharisäern sah er eine gesetzesfixierte Frömmigkeit: „Ihre Opfer waren nicht Ausdruck von Liebe zu Gott, sondern dienten dem eigenen Vorteil.“
Glaube aus Liebe
Demgegenüber stelle Jesus einen Glauben in den Mittelpunkt, der aus Liebe zu Gott und zum Nächsten erwächst. „Jesus lädt uns ein, Erfahrungen mit Gott zu machen – auch in schwierigen Zeiten. Zum Christsein gehört auch, das Kreuz auf sich zu nehmen.“
Amtshandlungen und Abschluss
Im Anschluss an das Heilige Abendmahl ordinierte der Bezirksapostel Heike Fetter aus Fröndenberg und Almut Neubacher aus Hamm-Werries zu Priesterinnen sowie Monika Stacke aus Bergkamen-Oberaden zur Diakonin. Zudem ernannte er zwei Vorstehervertreter für die Gemeinden Unna-Massen und Bönen.
Der Chor beschloss den Festgottesdienst mit dem Lied „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes“. Im Anschluss war die Gemeinde zu Imbiss und Begegnung eingeladen.
27. Mai 2025
Text:
Redaktion Bezirk
Fotos:
Michel Lenze,
Lia Rattay
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