Mit kraftvollen und tröstenden Hinweisen erlebten die versammelten Gläubigen der Kirchengemeinden Bergkamen-Rünthe und Bergkamen-Oberaden in der Kirche in Rünthe den Abendgottesdienst am Donnerstag, den 20. Juli 2023 mit Bezirksapostel Rainer Storck.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 2. Korinther 3,6 zugrunde: „Der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“
Den Bezirksapostel begleiteten Apostel Wolfgang Schug und Bischof Gerd Kisselbach. Neben der Leitung des Kirchenbezirkes Hamm mit den Gemeindevorstehern waren auch die Leiter der Kirchenbezirke Iserlohn, Paderborn und Velbert zum Teil mit ihren Vertretern anwesend.
Gib dem Jahresmotto eine neue Chance
Zum Beginn des Gottesdienstes wies der Bezirksapostel auf den nahen Besuch des Stammapostels am 30. Juli 2023 hin und stellte in diesem Zusammenhang die Frage nach dem Jahresmotto 2023. 'Mit Christus dienen und regieren' in der neuen Schöpfung, im Friedensreich und in der Gegenwart. Ein wesentlicher Aspekt Christus zu dienen und sich selbst zu regieren sei in der Gegenwart der Gottesdienstbesuch, weil sich Gott in der geweihten Kirche an seinem Altar offenbare.
Es sei wichtig, dem Jahresmotto auch in der zweiten Jahreshälfte eine Chance zu geben. Der Bezirksapostel sagte in diesem Zusammenhang: „Was Jesus lehrte, wird mehr und mehr mit Füßen getreten. Viele Menschen seien auf der >Nicht-so-schlimm-Straße< unterwegs. Und gerade die Tatsache, dass Menschen dem Nächsten mehr und mehr Böses antun, macht es erforderlich, das Evangelium zu verkündigen.“
Der Geist macht lebendig
Mit Bezug auf das Bibelwort, welches Stammapostel Jean-Luc Schneider am 9. Juli 2023 in Helsinki verwandte, wies der Bezirksapostel darauf hin, dass Paulus in der damaligen „Weltstadt“ Korinth eine bunt zusammengewürfelte Gemeinde aus Juden und Heiden, unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten gründen konnte. In dieser Gemeinde gab es Lebendigkeit und Harmonie. Als Paulus auf Reisen war, gruppierten sich die Judenchristen in der Überzeugung, dass bei allem, was Jesus getan habe, doch das Gesetz Mose weiterhin der einzige Weg zu Gott sei.
Inspiration durch den Geist Gottes
Das Gesetz Mose hat nur Jesus als Mensch vollkommen erfüllt. Würden alle Menschen die zehn Gebote einhalten, wäre es auf Erden wie im Himmel, so der Bezirksapostel. Doch sei der Mensch in seiner Sündhaftigkeit dazu nicht fähig. Der Heilige Geist inspiriere Jüngerinnen und Jünger Jesu und schaffe nach und nach einen neuen Menschen.
Schwarz-Weiß-Denken
Der Hinweis: „Der Buchstabe tötet“, habe auch etwas mit „Schwarz-Weiß-Denken“ oder traditioneller Unbeweglichkeit zu tun, erwähnte der Bezirksapostel. Traditionen seien gut, können aber eine Entwicklung nach vorn behindern. Wer mit Jesus auf dem Weg sei, erlebe Farbe und Reichtum des Evangeliums, solche blicken vorwärts und nicht zurück. Die Auswirkungen von Tod und Leben zeige sich auch am Geschehen um die Ehebrecherin, die nach dem Gesetz zum Tode verurteilt war, während der Geist Gottes durch Christus ihr das Leben schenkte.
Gib dem Geist Gottes Raum und vermehre Lob und Dank
In den Predigtbeiträgen stellte Bischof Gerd Kisselbach die Frage, ob der Geist Gottes in uns genügend Raum hat, um sich zu entfalten, um uns zu lenken und zu führen. Apostel Wolfgang Schug wies auf den "musikalischen" Altarschmuck hin und rief dazu auf, im Loben und Danken nicht nachzulassen. Dann erwähnte der Apostel den Geburtstag von Stammapostel in Ruhe Wilhelm Leber und erinnerte daran, dass dieser einmal in einem Kreis, als über die Vergangenheit gesprochen wurde, sehr energisch deutlich machte, dass früher auch nicht alles besser gewesen sei.
Musikalisches
Vor und während des Gottesdienstes sorgten Instrumental- und Chorvorträge mit Soloeinlagen für eine passende Einstimmung der Anwesenden auf den Gottesdienst. Das kraftvoll vorgetragene letzte Chorlied "Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt...“ (GB 295, 1,4) mit Sopransolo, Chor und Orgel war der nach diesem Gottesdienst passende musikalische Schlusspunkt.
Bei noch schönem Sommerwetter verabschiedete sich der Bezirksapostel mit allen Begleitern vor der Kirche von allen Gottesdienstbesuchern.
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