Die sechs- bis neunjährigen Kinder aus den Gemeinden des Kirchenbezirks Hamm kamen am 27. September 2026 in der Kirche in Hamm-Werries zusammen und erlebten eine Sonntagschule, wo die Lehrkräfte etwas vergessen hatten.
Bibelwort: Lukas 11, 1 „Herr, lehre uns beten.“
Es fiel den Kindern schnell auf, dass der Beginn anders war als sonst. Die Lehrkräfte hatten „vergessen“ zu beten. Denn so startet doch jeder KiGo – also auch an diesem Sonntag. Und schon war man mittendrin in der Sonntagsschule: Wie beten wir? Warum beten wir? Was beten wir?
Jedes einzelne Kind erhielt ein Herz aus Papier, worauf ein ganz besonderer Dank oder eine ganz besondere Bitte aufgeschrieben oder aufgemalt wurde. Anschließend legten alle Kinder ihre Herzen in eine Schale,. Diese wurde gemeinsam auf die Stufen des Altars abgelegt.
Als kleine Gedächtnisstütze erhielt jedes Kind für zu Hause einen „Gebetswürfel“. Die sechs Seiten des Würfels waren beschriftet bzw. bemalt und hatten folgende Bedeutung:
- Lieber Gott (wir reden dich an)
- ein Geschenk (wir danken dir)
- eine Sonne (wir loben dich)
- ein Herz (wir beten für andere)
- betende Hände (wir bitten dich)
- eine leere Seite (wenn uns manchmal die Worte fehlen, bei unserem himmlischen Vater kommen auch ganz stille Bitten an)
Im anschließenden Kindergottesdienst erinnerte sich Priester Tucholski, dass er innerhalb seiner Familie früh gelernt habe zu beten. Er gestand aber, dass es ihm als Kind Mühe machte, beim Beten aufzupassen. Es kam ihm oft langweilig vor, beeindruckt habe es ihn trotzdem.
Priester Tucholski führte weiter aus, dass die Jünger sahen, wie Jesus seine Botschaft weitergegeben und davon erzählt hat und sie beobachten sehr genau, wie er betete. Sein Gebet war kräftig und beeindruckend. So baten sie ihn: „Herr, lehre uns beten“.
Der Priester erklärte, dass das Wichtigste die Verbindung zu Gott sei. Der Inhalt hingegen könnte aus schönen Worten – wie Gesangbuchlieder, die wie Gebete klingen – oder aus der Stille, weil Worte fehlen, bestehen. Das Gebet kann lang oder kurz gestaltet sein und verschiedene Schwerpunkte haben.
Beeindruckend und ganz still wurde es auch, als Priester Tucholski die Schale mit den beschrifteten und bemalten Herzen der Kinder in beide Hände nahm, um sich mit ihren Gedanken zu verbinden. Anschließend wurde gemeinsam das „Unser Vater“ gebetet und im weiteren Verlauf betete der Priester für die auf den Herzen notierten Gedanken der Kinder.
Die Geburtstagskinder freuten sich über ihr Geburtstagsständchen und das Lied „Hewenu shalom“ setzte traditionell den Schlusspunkt. Beim anschließenden leckeren Imbiss gestalteten die Kinder bereits ihre Gebetswürfel in bunten Farben.
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