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Vertrauen in Gottes Fürsorge

 

Am Sonntag, 19. Juli 2026, feierte Bischof Olaf Koch in der neuapostolischen Kirche Bönen den Gottesdienst. Hierzu war die Gemeinde Hamm-Wischerhöfen eingeladen.

Ursprünglich war ein Gottesdienst mit Segen zur eisernen Hochzeit des Priesters in Ruhe Karl-Heinz Guttmann und seiner Frau Martha vorgesehen. Aus Krankheitsgründen wurde dieser Segen im Anschluss an den Gottesdienst zu Hause gespendet.

Als Grundlage des Gottesdienstes und im Mittelpunkt der Predigt diente das Bibelwort aus Matthäus 6,11: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ Obwohl diese Worte vielen Christen vertraut sind, steckt darin eine tiefe geistliche Botschaft.

Brot umfasst das Wesentliche
Das Brot symbolisiert alles, was der Mensch zum Leben und zum Heil braucht. Es erinnert daran, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht dem ständigen Wunsch nach „mehr“ nachzujagen. Wahre Zufriedenheit entsteht durch das Vertrauen, dass Gott uns alles schenkt, was wir für unser Leben und unseren Glaubensweg benötigen.

Gott versorgt uns Tag für Tag
Die Bitte um das tägliche Brot drückt ein tiefes Vertrauen aus. Gott gibt nicht unbedingt Vorräte für die ganze Zukunft, sondern begleitet seine Kinder täglich neu. Wie ein Kind seinen Eltern vertraut, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass Gott uns morgen wieder versorgen wird. Dieses Vertrauen soll stärker sein als unsere Sorgen um die Zukunft.

"Unser“ tägliches Brot
Das Gebet richtet den Blick nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse, sondern auch auf die der Mitmenschen. Christen sind aufgerufen, füreinander da zu sein, einander zuzuhören, Mut zu machen und Gottes Liebe weiterzugeben. Gott gebraucht Menschen als Werkzeug, um anderen „Brot“ – also Hilfe, Trost und Hoffnung – zu schenken.

Dankbarkeit statt Selbstverständlichkeit
Hirte Bernd Graffenberger erinnert in seinem Predigtbeitrag daran, dass Brot und Gottes Versorgung keine Selbstverständlichkeit sind. Wer erkennt, wie reich Gott ihn beschenkt, entwickelt Dankbarkeit. Ebenso soll Gottes Wort wie Nahrung aufgenommen werden, damit es das Leben verändert und dazu befähigt, den Willen Gottes zu tun.

Das Heilige Abendmahl als Brot des Lebens
Ein besonderer Bezug wird zum Heiligen Abendmahl hergestellt. Jesus Christus ist das wahre Brot des Lebens. Im Abendmahl begegnet der Gläubige Christus persönlich und empfängt Kraft, Trost und Vergebung. Gleichzeitig ist das Abendmahl ein Bekenntnis zu Jesus Christus und zur Hoffnung auf seine Wiederkunft.

Hoffnung weitergeben
Wer Gottes Führung und Hilfe im eigenen Leben erfahren hat, soll diese Erfahrungen mit anderen teilen. So werden Glaube und Zuversicht gestärkt. Christen sollen nicht das „Lied der Hoffnungslosigkeit“ mitsingen, sondern das Lied des Evangeliums: Christus kommt wieder und führt die Seinen zum ewigen Leben. Die Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ ist weit mehr als eine Bitte um Nahrung. Sie ist Ausdruck von Vertrauen, Dankbarkeit und Gemeinschaft. Gott schenkt täglich alles, was wir für Leib und Seele brauchen. Gleichzeitig ruft er uns dazu auf, diese Gaben mit anderen zu teilen, Hoffnung weiterzugeben und im Heiligen Abendmahl immer wieder neue Kraft auf dem Weg zur Wiederkunft Jesu Christi zu empfangen.

Segenshandlung
Nach dem Gottesdienst spendete Bischof Koch  den Segen zur Eisernen Hochzeit des Ehepaars Guttmann bei ihnen zuhause mit dem Wort aus 2. Korinther 9,8 „Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk.“ Bischof Olaf Koch bezeichnete es als eine Beschreibung der Vergangenheit und der Zukunft. Auch im hohen Alter kann das Werk des Gebetes noch vollbracht werden.

25. Juli 2026
Text: Astrid Poguntke
Fotos: Astrid Poguntke

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