Zum letzten Mal in seiner aktiven Amtszeit diente Apostel Wolfgang Schug am 17. September 2023 in der Gemeinde Bönen im Bezirk Hamm. Eingeladen waren die Gemeinde Hamm-Wiescherhöfen und die Gemeinde der hörgeschädigten Glaubensgeschwister mit Ihren Betreuern und Seelsorgern. Der Apostel ordinierte in diesem Gottesdienst vier Diakoninnen und spendete den Segen zu einer goldenen Hochzeit und einer Rubinhochzeit.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete der Apostel das Bibelwort aus Matthäus 6,3.4 "Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten."
Zu Beginn begrüßte Apostel Wolfgang Schug die Gottesdienstteilnehmer, sowohl im Kirchengebäude als auch alle, die über Internet oder Telefon am Gottesdienst teilnahmen. Er wies darauf hin, dass der Gottesdienst Gelegenheit geben soll darüber nachzudenken, was wir sind, wofür wir einstehen und was wichtig für uns ist.
Worauf ruht Gottes Wohlgefallen?
Die Bergpredigt in Matthäus zeigt uns, wie wir uns Gott und dem Nächsten gegenüber wohlgefällig verhalten. Almosen geben oder anderen Gutes tun, ist solch eine Verhaltensweise oder Tugend. Im verwendeten Bibelwort wird betont, dass Almosengeben diskret und in verborgener Weise geschehen soll. Es ist die Motivation, die zählt!
Apostel Schug betonte in der Predigt, dass es Gott gefällt, wenn Nachfolger Christi dem Nächsten dienen. Wohltätigkeit sollte als Ausdruck des Glaubens verstanden werden. Zum Verhalten, das Jesus empfiehlt, gehören materielle Gaben wie Nahrung, Wasser und Kleidung, er gibt aber auch Hinweise auf seelische Betreuung von Kranken, den achtsamen Umgang mit Fremden und Besuche von Gefangenen (Matthäus 25, 31 ff). Alle Wohltätigkeiten sollten diskret und in verborgener Weise geschehen.
Almosen hat oft Beigeschmack
Bischof Olaf Koch erwähnte im Predigtbeitrag, dass Almosen heute in unserer Gegend einen gewissen Beigeschmack haben, damals wurde das noch anders verstanden. In den großen Dingen zeigen sich die Menschen, wie sie gesehen werden wollen; in den kleinen Dingen erkennt man, wie sie wirklich sind." Der Bischof rief dazu auf, sich allein von Gott leiten zu lassen und unterschiedslos an den Menschen handeln und abgeben von dem, was Gott gibt.
Ordination von vier Diakoninnen
Nach der Sündenvergebung und der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel zur Versorgung der Gemeinden im Bezirk Hamm vier Diakoninnen. Im Anschluss daran spendete der Apostel zunächst dem Goldhochzeitspaar, Priester im Ruhestand Reinhard Papendick und Gattin Gudrun, den Segen zum 50-jährigen Hochzeitsjubiläum, danach durfte noch das Rubinhochzeitspaar, Vorsteher und Hirte Bernd Graffenberger und Gattin Birgit, den Segen zum 40-jährigen Ehejubiläum empfangen.
Mit Gebet und Segen beendete der Apostel seinen letzten Festgottesdienst im Bezirk Hamm.
Ein Familienchor sang mit Solistin, begleitet von Klavier, Cello und Querflöte, das Lied "Ein Leben unter Gottes Segen" für die Jubelpaare und die Gemeinde.
Bezirksältester Ralf Ermisch dankte nach dem Gottesdienst dem Apostel für die jahrelange freudige Arbeit für den Bezirk mit den anvertrauten Glaubensgeschwistern und schloss in den Dank auch die Ehefrau des Apostels mit ein.
21. September 2023
Text:
Guido Eick,
Redaktion Bezirk
Fotos:
Guido Eick
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