Manchmal schreibt das Leben die schönsten Geschichten selbst.
Das Gemeindegespräch zum Thema „Dein Reich komme“ stand schon seit Wochen im Kalender der Gemeinde Hamm-Werries. Als das Thema ausgewählt wurde, wusste noch niemand, dass auch der Gottesdienst am Sonntag, dem 12. Juli 2026 das Reich Gottes in den Mittelpunkt stellen würde. Wenn das keine schöne Fügung ist!
Der Gottesdienst
Los ging es schon im Familiengottesdienst. Die Kinder (und Erwachsenen) bauten mit kleinen Legosteinen gemeinsam einen Turm. Jeder Stein war für sich unscheinbar – zusammen entstand etwas Großes. Ein wunderbares Bild dafür, dass niemand das Reich Gottes allein baut. Jeder trägt etwas bei. Brötchen, Kerze und Herz standen als Symbol für die verschiedenen Fähigkeiten, die wir in uns tragen.
Das Gemeindegespräch
Genau diese Gedanken wurden anschließend mit ins Gemeindegespräch genommen. Rund 15 Teilnehmer*innen machten sich gemeinsam auf die Suche nach einer gar nicht so einfachen Frage: Ist das Reich Gottes nur eine Verheißung für die Zukunft – oder beginnt es schon heute? Sehr schnell wurde klar: Das Reich Gottes zeigt sich oft dort, wo Menschen Hoffnung schenken, versöhnen, vergeben, zuhören, helfen oder einfach füreinander da sind. Es beginnt nicht erst irgendwann – es blitzt immer wieder mitten im Alltag auf.
Dabei entstand auch ein ganz praktischer Gedanke. In unserer Gemeinde geschieht bereits unglaublich viel – häufig leise und fast unbemerkt. Das Gemeindegremium wird deshalb überlegen, wie diese vielen guten Ideen, Hilfen und Aufgaben künftig sichtbarer werden können. Nicht, damit Menschen Applaus bekommen, sondern damit deutlich wird, wie viele kleine „Legosteine“ schon heute am Reich Gottes mitbauen.
Zum Abschluss gab es noch eine kleine Denkaufgabe:
„Wo habt ihr in den letzten vier Wochen einen Moment erlebt, an dem ihr gedacht habt: So könnte das Reich Gottes aussehen?“
Diese Frage war weniger eine Hausaufgabe als eine Einladung zum Erinnern. Denn wer einmal entdeckt hat, wie das Reich Gottes im Kleinen erscheint, wird auch künftig wacher für solche Momente – und vielleicht selbst zu einem Menschen, durch den andere etwas davon erfahren.
Und was nun?
Vielleicht war genau das die schönste Erkenntnis dieses Sonntags: Das Reich Gottes ist nicht nur etwas, worauf wir hoffen. Es ist auch etwas, woran wir – Stein für Stein – schon heute mitbauen dürfen.
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