Am Sonntag, den 4. Januar 2026 erlebte die Kirchengemeinde Kamen den Jahresauftaktgottesdienst mit Apostel René Follmann. Zur Grundlage des Gottesdienstes und gleichzeitig als neues Jahresmotto diente die Bibelstelle aus Markus 5, 36b „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Im Anschluss an den Gottesdienst war ein Sektempfang vorbereitet und zum Verzehr gab es Berliner Ballen und Eiserhörnchen.
Eine festliche Atmosphäre war in der gut gefüllten Kirche bereits vor Beginn des Gottesdienstes spürbar. Dazu trugen auch die entsprechenden musikalischen Vorträge des Gemeindechores mit den Liedern "In einer Zeit voll Angst und Sorgen" (CM 208) und "Es lag in Nacht und Graus die Erde" (CM 140) sowie die Instrumentalvorträge durch Orgelspiel und dem kleinen Instrumentalensemble (Piano, Blockflöte, Querflöte) bei.
Er kommt
Eine besondere Orientierung für das neue Jahr 2026 formulierte Apostel Follmann zu Beginn der Predigt mit dem Hinweis: "Wenn Jesus im letzten Jahr nicht gekommen ist, erwarte ich ihn in diesem Jahr.“ Ergänzend sagte der Apostel im Laufe der Predigt: "Ich habe mir vorgenommen, dieses "Er kommt" noch mehr in mein Leben einzubauen".
Angst kein guter Ratgeber
In der Geschichte der zwei Wunderheilungen im Markusevangelium, Kapitel 5, 21 ff hatten die zwei im Mittelpunkt stehenden Personen zunächst sehr viel Angst und Sorge. Der Synagogenvorsteher Jairus, der als frommer Jude ungeachtet seiner Funktion, vor Jesus niederfiel und für seine erkrankte Tochter bat und die blutflüssige Frau, die als unrein galt und sich trotzdem in die Nähe Jesu wagte. Auch heute - so der Apostel - übernimmt oft Angst die Regie, wenn wir in die Zukunft blicken oder durch belastende Situationen ein Wechselbad der Gefühle erleben. Angst gehöre zwar zum Leben, sei aber kein guter Ratgeber, machte Apostel Follmann deutlich. Wir suchen in Zeiten von Angst und Sorge die Zuflucht bei Gott, der uns heute sagt: "Fürchte dich nicht, glaube nur!"
Was glaube ich?
Apostel Follmann erwähnte, dass der Stammapostel darauf hinwies, dass wir uns im neuen Kalenderjahr etwas mehr mit unserem Glaubensbekenntnis beschäftigen und uns vom Inhalt der zehn Bekenntnisse prägen lassen mögen. Er gab den Rat, jeweils monatlich im neuen Jahr einen der zehn Glaubensartikel zu lesen und darüber zu sprechen.
Zum neuen Jahresmotto bat der Apostel, das Jahresmotto aus 2025 nicht zu vergessen und weiterhin Gutes zu wirken.
Mutig sein
Sowohl Jairus als Synagogenvorsteher als auch die blutflüssige Frau wandten sich an Jesus mit dem Mut der Verzweiflung und erlebten, dass ihnen geholfen wurde. In der Nachfolge Christi braucht es Mut, wenn es gilt, schwierige Zeitabschnitte gläubig auszuhalten oder auch geduldig zu bleiben, wenn sich Gottes Hilfe vermeintlich verzögert, wie bei Jairus. Auch wenn es darum geht, das Evangelium Mitmenschen zugänglich zu machen, sei mutiges Handeln gefordert. Apostel Follmann sagte hierzu: "Auch für mich gilt dieser Vorsatz: "Mutig sein".
Predigtbeitrag
Der Gemeindevorsteher, Priester Karsten Kramer, unterstrich im Predigtbeitrag die Gedanken des Apostels und erwähnte, dass es ihn sehr berührt habe, als Apostel Follmann die Funktion des Synagogenvorstehers mit seiner Funktion als Gemeindevorsteher verglich und die Bedeutung der Vorsteheraufgabe umriss.
Der Festgottesdienst endete mit dem Lied "Nimm Jesus in dein Lebensschiff" (GB 191), welches vom kleinen Instrumentalensemble vorgetragen wurde.
Gemeinschaft und Freude nach dem Gottesdienst
Nach dem Gottesdienst gab es ein fröhliches und freudiges Gedränge im Foyer der Kirche um aus dem überaus reichhaltigen Angebot an Sekt, Berliner Ballen und Eiserhörnchen auszuwählen, Gespräche zu führen und den Gottesdienst Revue passieren zu lassen.
6. Januar 2026
Text:
Redaktion Bezirk
Fotos:
Redaktion Bezirk
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