Die ökumenische Bibelwoche in Kamen-Methler, an der sich die neuapostolische Kirchengemeinde Kamen beteiligt, nimmt Bezug auf sieben Zeichen oder Wunder Jesu aus dem Johannesevangelium. Überschrieben sind die gemeinsamen Andachten mit den Worten "Wenn es Himmel wird".
Hochzeit zu Kana und Speisung der 5000
Am Montag, den 8. September 2025 standen die "Hochzeit zu Kana" und die "Speisung der fünftausend Menschen" im Mittelpunkt. Durch Mitwirkung der katholischen und der evangelischen Gemeinde trugen im Wechsel drei der Mitwirkenden die einzelnen Wunder Jesu aus dem Johannesevangelium vor und entwickelten daraus Denkanstöße für alle Anwesenden.
Wunder auf Karten notiert
Passende Lieder konnten von den Anwesenden mit Orgelbegleitung gesungen und erlebte Wunder auf kleinen Karten notiert werden, die dann an die Infotafel geheftet wurden.
Agape-Mahl
Zum Abschluss feierten alle zusammen das sogenannte Agape-Mahl mit Brot und Wein, welches als reines Liebesmahl nicht mit dem sakramentalen Abendmahl, wie wir es kennen, vergleichbar ist.
Fast alle der Anwesenden blieben nach dieser Andacht noch freudig zusammen, tauschten sich bei Knabbereien und einem Schluck Wein aus.
Ein Zusammensein mit freudigen Überraschungen
Das Zusammensein am 16. September 2025 sorgte schon zu Beginn der Andacht mit dem gemeinsam gesungenen bekannten Lied von Paul Gerhard "Ich singe dir von Herzensgrund" dafür, dass innerlich alle enger zusammenrückten. Für eine weitere positive Überraschung sorgte der in großer Anzahl anwesende evangelische Kirchenchor aus Methler durch seinen kraftvollen, freudigen Gesang.
Heilung des Kranken am Teich Betesda
Thema und Schwerpunkt der Andacht war die Krankenheilung durch Jesus am Teich Betesda. Priester Kramer wies in der Predigt zum Bibelwort aus Johannes 5, 1-18 auf besondere Aspekte dieser Heilung eines Kranken am Teich Betesda durch Jesu hin, von dem berichtet wird, dass er bereits seit 38 Jahren an diesem Teich lag, also schon bei der Geburt Jesu dort gelegen hat.
Jesus wandte sich diesem Kranken zu und heilte ihn. Priester Kramer wies in der Predigt auf viele Situationen oder Aspekte des menschlichen Lebens hin, die lähmend wirken und ermunterte dazu, Christus im Glauben zu vertrauen.
Nach dem Predigtteil erklang auf der Orgel das bekannte Lied "Sieh, wie in Betesdas Hallen sich die Welle sanft bewegt" mit Hartmut Großmann als Rezitator. Das auf der Orgel einfühlsam gespielte Lied mit der Rezitation von Hartmut Großmann war ein besonderes Highlight an diesem Abend. Zum Schluss - so formulierte es einer der Anwesenden - wollte dieser Applaus spenden, besann sich aber dann darauf, dass er in der Kirche sei.
Das gemeinsam gesprochene Gebet mit dem Text aus Psalm 23 erfüllte das Gotteshaus und das " Vater unser" erklang wie aus einer Kehle. Mit dem Schlusssegen endete die Andacht. Gespräche bei Getränken und Knabbereien führten zusammen.
Die Auferweckung des Lazarus
Am Donnerstag, 18. September 2025, wurde die Andacht in der Evangelischen Margaretenkirche in Kamen-Methler gefeiert. Im Vorbereitungsteam wirkte Diakon Luca Kramer aus der Kirchengemeinde Kamen neben vier weiteren Vertretern der evangelischen und katholischen Gemeinden mit.
Persönliches Gebet und Kollektivgebet
Nach Begrüßung aller Anwesenden durch Diakon Wilfried Heß (Katholische Kirchengemeinde) wurde gemeinsam der 23. Psalm gebetet. Diakon Luca Kramer (Neuapostolische Gemeinde Kamen) bat die versammeltem Anwsenden um ein persönliches stilles Gebet, im Bewusstsein von Schicksalsschlägen, Unrecht, Leid und Tod weltweit. Im darauf folgenden Kollektivgebet wurden durch Diakon Kramer diese Positionen vor Gott gebracht, verbunden mit der Bitte, dass die, die Jesus nachfolgen, mitten in der Nacht das Licht des Lebens wahrnehmen, welches Christus seinen Nachfolgern geschenkt hat.
Bibellesung Johannes 11, 1-44
Diakon Wilfried Heß führte dann zur Lesung über die Auferweckung des Lazarus., die Beate König (evangelisch) durchführte. Nach der auszugsweisen Bibellesung aus Johannes 11, 1-44, vertiefte Diakon Heß Positonen dieser alten Geschichte, mit denen wir als Christen auch heute noch zu tun haben: Die Verunsicherung der Jünger, als Jesus nicht sofort reagiert, nachdem er von der schweren Erkrankung seines Freundes Lazarus erfährt, Die Hoffnung der Geschwister von Lazarus, Marta und Maria, dass Jesus kommen und ihn heilen wird. Doch Jesus handelt anders. Er zögert, wenn auch seine Jünger ihn drängen. Mit Sicherheit kein Beispiel für phlegmatische Seelsorge, sondern ein Handeln, wodurch seine Jünger und auch Marta und Maria Glauben lernen sollten.
Diese Andacht war mit 44 Anwesenden gut besucht. Der Chor der neuapostolischen Kirchengemeinde Kamen trug mehrere Lieder vor und freute sich über die hervorragende Akustik in der Kirche.
Es war ein guter Abschluss dieser Bibelwoche, die bei den Anwesenden und den Planungsteams die Bereitschaft zur Ökumene erhöht hat.
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