Auf eine ökumenische Reise nahm Bischof i.R. Peter Johanning die Anwesenden in der voll besetzten Kirche in Kamen mit, erinnerte an Vergangenes, schilderte Veränderungen in seinem ca. 90 Minuten dauernden Statement, von Beginn an bis zum Schluss hochspannend, mit Witz und Detailwissen.
Zu Beginn dieser Informationsveranstaltung erläuterte der ebenfalls anwesende Bischof i.R. Karl-Erich Makulla der bunt gemischten Gruppe aus neuapostolischen Christen des Kirchenbezirks Hamm, Geistlichen aus Kamen und Holzwickede und Mitgliedern des ökumenischen Arbeitskreises Holzwickede/Opherdicke den Anlass für dieses Zusammensein.
ÖAK war der Initiator
Vor längerer Zeit kam aus dem ökumenischen Arbeitskreis Holzwickede-Opherdicke (ÖAK), in dem Bischof Makulla Mitglied ist, die Anregung zu einem Vortrag über ökumenische Aktivitäten der Neuapostolischen Kirche. Da lag es nahe – so Bischof Makulla – seinen langjährigen Amtskollegen Peter Johanning zu fragen, der sich sofort bereit erklärte, diesen Part zu übernehmen. Außerdem war schon in der Planung klar, dass dieses Thema nicht nur für den ÖAK, sondern auch für viele neuapostolische Christen des Kirchenbezirks interessant wäre. Termin und Versammlungsstätte waren dann schnell abgestimmt.
Kurzvorstellung
Bischof Makulla stellte den versammelten Zuhörern mit Reinald Imig und Bernhard Weberink die Leitung des ökumenischen Arbeitskreises vor, welche dann auch einige Worte an die Anwesenden richteten. Danach übergab Bischof Makulla das Mikrofon an Bischof Johanning, der sich und seine Funktion als Mitarbeiter der NAK International erläuterte, um dann den Streifzug über Veränderungen mit Blick auf die Ökumene innerhalb der NAK darzustellen.
Ablehnung gegenüber Ökumene
Zu Beginn seiner Ausführungen führte Bischof Peter Johanning die Zuhörer zunächst einmal 75 Jahre zurück, sprach von einer Zeit, wo neuapostolische Christen auf einer „Insel der Glückseligkeit“ lebten, Dies verstärkte sich zunächst mit der sogenannten "Botschaft" des damaligen Stammapostels und endete abrupt mit dessen Tod. Auch der Ökumenische Rat der Kirchen mit Sitz in Genf war bezüglich der NAK aufmerksam geworden und lud 1963 Stammapostel Walter Schmidt zu Sondierungsgesprächen ein. Diese Einladung lehnte Stammapostel Schmidt ab. Jedes Mal - so Johanning - wenn er in Genf beim ÖRK war, hielten ihm die Sachbearbeiter das ablehnende Schreiben unter die "Nase".
Tür zur Ökumene öffnet sich
Während der Zeit von Stammapostel Richard Fehr erhielt die Öffentlichkeitsarbeit ab 1988 einen festen Platz in der Kirche. Dann wurde die Projektgruppe Ökumene gegründet und Stammapostel Wilhelm Leber ermöglichte die Vertiefung von ökumenischen Kontakten und übermittelte eine klarstellende Veröffentlichung zur damaligen „Botschaft“, durch die auch eine Versöhnung mit apostolischen Gemeinschaften verbunden war.
Mitgliedschaften im ACK
Mit Blick auf die letzten fünf Jahre ist festzustellen, dass viele neuapostolischen Kirchengemeinden in der Gebietskirche Westdeutschland Gastmitglieder in den regionalen Arbeitskreisen christlicher Kirchen (ACK) sind und die Vollmitgliedschaft anstreben. Am Freitag, den 21. März 2025 wurde die NAK NRW in einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in Aachen im Hohen Dom als Vollmitglied im ACK NRW aufgenommen. In diesem Gottesdienst wirkte Bischof Johanning als Ökumene-Beauftragter der Gebietskirche Westdeutschland mit.
Fazit
In den sehr interessanten, lebendigen und spannenden Ausführungen des Bischofs blitzten immer wieder humorvolle und lustige Erinnerungen aus vielen Begegnungen in der ökumenischen Arbeit auf. Auf Fragen der Anwesenden nach seinem Vortrag antwortete Bischof Johanning zielgerichtet und klar. Zum Schluss der Informationsveranstaltung bedankte sich Bischof Makulla bei Peter Johanning und bat den katholischen Pastor Bernhard Middelanis zum Abschluss zu beten.
Gespräche im Foyer
Anschließend standen im Foyer Getränke und Häppchen zum Verzehr bereit und beide Bischöfe nahmen sich noch Zeit, mit Teilnehmern des Zusammenseins zu sprechen. Aus Gesprächen mit den Geistlichen der katholischen, evangelischen und Frei evangelischen Kirche wurde die Bereitschaft deutlich, weitere Schritte zu mehr Miteinander zu wagen.
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