Es hat sich vermutlich schon herumgesprochen, dass die beiden Kirchengemeinden Unna und Hamm in diesem Jahr auf jeweils 125 Jahre Gemeindeleben zurückblicken können. Am Sonntagnachmittag, den 16. März 2025, startete die Gemeinde Unna mit einem ersten Highlight im Jubiläumsjahr, dem Chorkonzert des Projektchores „Herztöne“ aus Dortmund im voll besetzten Gotteshaus in Unna.
Nicht die gesangliche Perfektion stünden bei allem Bemühen um eine gute Klangqualität im Vordergrund, so der Chor- und Projektleiter Jörg Töpfer. Es gehe um Freude beim gemeinsamen Musizieren auch von Literatur, die im gottesdienstlichen Rahmen nicht üblich sei.
Der Chor setzt sich zusammen aus Sängerinnen und Sängern der Dortmunder Gemeindechöre. Es wird keine Auswahl getroffen: Mitsingen können alle, die Lust am Gesang in einem größeren Chor haben und sich in den gemeinsamen Chorproben einbringen. Das Konzertmotto „Harmoniewechsel“ deutete eine Abfolge von Musikstücken unterschiedlicher Genres in vier Konzertabschnitten an.
Begrüßung
Marianne Nadolski, Vorsitzende des Gemeindegremiums in Unna, und Bezirksältester Ralf Ermisch begrüßten die Anwesenden und auch alle, die per IPTV verbunden waren und wünschten besondere Augenblicke der Freude. Leider kam es während des Konzerts zu einem kurzfristigen Tonausfall (ca. 15 Minuten) in der IPTV-Übertragung, Jörg Töpfer, der die Gesamtleitung innehatte, moderierte das Konzert und gab einige Hinweise zu den Komponisten der ausgewählten Vorträge - übrigens überwiegend zeitgenössische Komponisten.
Rutter und Völlinger
John Rutter (*1945) und Martin Völlinger (*1977) lieferten das Gerüst für das diesjährige Konzert von „Herztöne“. John Rutters Kompositionen bestechen durch ihre einprägsamen Melodien, die sehr bald eine besondere Vertrautheit erzeugen. Martin Völlinger hat es verstanden, in seiner „The Latin Jazz Mass“ Gotteslob und Anbetung in vielen Facetten der populären Musik zu fassen.
Lass du mich stille werden
Den Auftakt des Konzerts bildete das vom Chor a capella vorgetragene Lied „Lass du mich stille werden“ in einem Chorsatz von Gerrit Junge (*1973), gefolgt von den Rutter-Kompositionen „A Clare Benediction“, „God be in my head“ und „Look at the world“, die Segenswünsche, Gedanken eines Gebets sowie Dank und Lob für Gottes Schöpfung zum Ausdruck bringen.
Mit den drei Rutter-Stücken „Look to the day“, „The Lord bless you and keep you“ und „For the beauty of the earth“ endete das sehr gut besuchte Konzert so wie es begann: Mit Segenswünschen, Lob Gottes und die Bitte um Frieden.
Orgel und Klavier
Die beiden mittleren Abschnitte waren eingerahmt von instrumentalen Vorträgen an Klavier und Orgel und eines zusammen mit beiden Instrumenten.
Clara Ernst, Kantorin der Evangelischen Marktkirche St. Viktor in Schwerte, präsentierte „Cantilène réligieuse“ des Komponisten Théodore Dubois (1837) und „Echoes of Joy“ des Komponisten Hans André Stamm (1958) auf der Orgel,. Das Arrangement für Orgel und Klavier über den Choral „Wenn Friede mit Gott“ von Philip Paul Bliss (1838-1876) mit Clara Ernst (Orgel) und Marian Nickel (Klavier) erzeugte eine besondere Andacht unter den Anwesenden.
Aus der „Jazz Mass“
Im zweiten Konzertabschnitt folgten mit “Sanctus – Benedictus“, „Vater unser“, Peace I give you“ und „Sing the Song of Gladness“ vier Kompositionen aus „The Latin Jazz Mass“ von Martin Völlinger vom Chor mit Klavierbegleitung.
Im dritten Konzertabschnitt beeindruckten die a capella-Vorträge des Chores in den Chorsätzen von Markus Ring (*1983) mit „So wie ich bin“, „Weise mir, Herr deinen Weg“ sowie “We are not allone“ von Pepper Choplin (*1957) und das „Abendlied“ von Manfred Ullmann (*1956).
Applaus, Dank und Zugabe
Kräftiger und langanhaltender Applaus belohnten den Chor und die Instrumentalisten Clara Ernst und Marian Nickel sowie den Dirigenten Jörg Töpfer.
Als liebenswerte Überraschung erhielten alle Chorsängerinnen und -sänger und Dirgient Jörg Töpfer nach dem Konzert einen kleinen Blumenstrauß.
Die vom Publikum erbetene Zugabe gab der Chor mit „Ich bin bei euch alle Tage“ aus Pop-Oratorium „Die sieben Ich-bin-Worte Jesu“ von Sigi Hänger und Christoph Oellig.
21. März 2025
Text:
Redaktion Bezirk
Fotos:
Matthias Kierse,
Redaktion Bezirk
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