Den ersten Kindergottesdienst im neuen Jahr für die 10- bis 14jährigen Kinder des Kirchenbezirks Hamm feierte der Leiter des Kirchenbezirks, Bezirksältester Ralf Ermisch, am 26.Januar 2025 in der Kirche in Hamm mit der ebenfalls anwesenden Kirchengemeinde.
Nach der herzlichen Begrüßung der Gottesdienstteilnehmer, insbesondere der Kinder, stellte Bezirksältester Ralf Ermisch die Frage: „Warum soll ich Gutes tun?“
Die christliche Natur
Bevor er die Frage beantwortete, erzählte er eine kleine Geschichte von einem Mönch, der an einem Teich saß und einen Skorpion vor dem Ertrinken rettete. Er hob das Tier aus dem Wasser und wurde sofort gestochen. Danach setzte er den Skorpion ans Ufer und ließ ihn laufen. Diese Situation wiederholte sich einige Male. Ein Bauer beobachtete das Geschehen aus einiger Entfernung, ging zu dem Mönch und fragte: „Warum tust du das? Jedes Mal sticht dich der Skorpion, aber du rettest ihn immer wieder. Lass ihn doch ertrinken.“ Der Mönch antwortete:“ Es ist die Natur des Skorpions. Er muss stechen, er wurde so erschaffen. Und meine Natur ist es zu helfen.“
„Die Natur, also das Wesen eines Christen“, so der Bezirksälteste, „ist Gutes zu tun.“
Auch sich selbst lieben
Danach erklärte er, wer „Jedermann“ ist. Dieses Wort kennt keine Grenzen. Es ist nicht nur der Nächste, sondern auch wir selbst. Um diese Aussage zu veranschaulichen, sollten die Gottesdienstteilnehmer zwei Fragen beantworten: „Was kann ich mir selbst Gutes tun?“ und „Was kann ich dem anderen Gutes tun?“
Alina Lepke moderierte die Mit-Mach-Aktion. Die Antworten wurden in Stichpunkten auf Flipcharts aufgeschrieben. Der Bezirksälteste erklärte abschließend: „Du musst einen Weg zu dir selbst aufbauen, dann kannst du anderen Orientierung geben.“
Wie kann ich Gutes tun?
Manchmal reicht es aus, nur ein Lächeln zu schenken. Wer Gutes tun möchte, sollte achtsam sein. Achtsam mit der Schöpfung umgehen, achtsam in der Gemeinde sein.
Wertschätzung
Im Predigtbeitrag betonte Priester Carsten Neubacher wie wichtig die Wertschätzung ist. Meistens merkt man erst wie wichtig einem etwas ist, wenn es nicht mehr da ist.
Gutes an sich selbst und für andere tun, ist kein Automatismus. „Dafür muss man etwas tun!“ so Carsten Neubacher. Des Weiteren stellte er den Kindern die Frage: „Was können wir Gott gutes tun?“ Sofort kam die Antwort der Kinder: „Indem wir die Gebote halten.“
Priester Neubacher bejahte diese Antwort, fügte aber auch hinzu, dass wir das nicht immer schaffen. Gott weiß das und er möchte einfach nur, dass wir ihn lieb haben.
Merksatz
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls wurde dann der Merksatz schnell erraten: „Ich möchte mir und meinem nächsten Gutes tun!“
1. Februar 2025
Text:
Heike Fetter,
Redaktion Bezirk
Fotos:
Norbert Pompe
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