Den Abendgottesdienst am Donnerstag, den 19. Dezember 2024 mit Apostel René Follmann erlebten die Kirchengemeinden Wiescherhöfen und Bönen in der Kirche in Hamm-Wiescherhöfen.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas 1, 21 und 22 zugrunde: „Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm.“
Traditon oder Glaubenshoffnung
Zu Beginn der Predigt erwähnte Apostel René Follmann: „Wir sind auf der „Zielgeraden" zum Weihnachtsfest. Nur noch eine Woche bis Weihnachten“. Für viele Menschen ist es Tradition, sich mit der Familie zum Weihnachtfest in die Kirche zu begeben. Für neuapostolische Christen sei ein Gottesdienst keine Tradition, sondern Stärkung der Glaubenshoffnung auf das Glaubensziel, die Wiederkunft Christi.
Fürchte dich nicht!
Zacharias war der Mann von Elisabeth und zukünftige Vater von Johannes dem Täufer. Beide Eheleute waren schon hochbetagt und Elisabeth galt als unfruchtbar. Zacharias war Priester im Tempel und das Volk wartete auf das Gottesdienstgeschehen. So wie der Engel Gabriel der Maria die Botschaft der Geburt eines Kindes (Jesus) verkündigte, so erlebte Zacharias bei seinem Dienst im Tempel ebenfalls die Verkündigung, durch den Engel Gabriel, dass seine Frau einen Sohn gebären würde. Die Begegnung mit dem Engel schien Zacharias zu überfordern; er zweifelte und verstummte.
Schweigen
Apostel Follmann unterstrich in seiner Predigt, dass man Zeit zum Zuhören hat, wenn man nicht reden kann. Zeit, um über Gottes Botschaft nachzudenken und bei dem einen oder anderen stehenzubleiben. Letztendlich erfüllte sich das dem Zacharias Verheißene und er konnte wieder mit seiner Stimme Gott loben und preisen.
Sprechen
Dazu berichtete er, dass er am Vortag den Gottesdienst von Bezirksapostel Stefan Pöschel miterleben durfte. Die Botschaft dieses Gottesdienstes lautete: “Jesus Christus freudig bekennen." Dabei erwähnte der Bezirksapostel: “Viele reden viel, aber machen wenig.“ Dabei heißt es so schön “In Wort und Werk, in allem Wesen sei Jesu und sonst nichts zu lesen!“ (GB 221,4)
Predigtbeitrag
Priester Carsten Neubacher ging in seinem Predigtbeitrag auf das musikalische Stück „Stille“ ein, welches zuvor vorgetragen wurde und erwähnte, dass man in der stillen Zeit, diese auch auch totschlagen könne. Ein christliches Merkmal sei, in der Stille auf die Wiederkunft Christi zu warten.
Letzter Impuls und Verabschiedung
Zum Schluss des Gottesdienstes stellte der Apostel mit den Worten fest: „Wir können ja nicht schweigen, von dem, was Gott an uns getan hat und tut, aber lasst uns schweigen, wenn Gott mit uns spricht.“
Mit einem weihnachtlichen Klavierstück endete der Festgottesdienst, Anschließend verabschiedete sich der Apostel persönlich von allen Gottesdienstteilnehmern.
21. Dezember 2024
Text:
Astrid Poguntke,
Redaktion Bezirk
Fotos:
Astrid Poguntke
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