Am Sonntag, den 11. Mai 2025 fand in der Gemeinde Hamm-Wiescherhöfen ein festlicher Gottesdienst mit Bischof Olaf Koch für die Gemeinden Hamm-Wiescherhöfen und Bönen statt. Mitwirkende Amtsträger waren Hirte Bernd Graffenberger sowie Bezirksältester Ralf Ermisch.
Grundlage des Gottesdienstes bildeten die ersten beiden Verse aus Psalm 146: "Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Ich will den Herrn loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.“
Lobpreis als bewusste Lebenshaltung
In seiner Predigt stellte der Bischof das Lob Gottes in den Mittelpunkt – nicht als spontanen Ausdruck guter Laune, sondern als bewusste Lebenshaltung. Ein anschauliches Beispiel brachte er anhand einer Begegnung zweier ehemaliger Schulfreunde: Einer von ihnen erzählte begeistert von seiner Ausbildung zum Bäcker/Konditor und lobte seinen früheren Meister in höchsten Tönen – ein echtes Vorbild, wie er sagte. Auf die Frage des anderen, ob er denn heute noch in diesem Beruf tätig sei, antwortete er: "Nein, ich habe die Ausbildung abgebrochen und mache nun etwas ganz anderes." Der Bischof stellte die Frage in den Raum: "Passt das zusammen – jemanden loben, ihn als Vorbild bezeichnen, und dann doch nicht den eingeschlagenen Weg weitergehen?" Damit verband er den Appell, dass das Lob Gottes nicht situativ sein sollte, sondern Ausdruck einer tiefen inneren Ausrichtung. Es gehe darum, Gott nicht nur in glücklichen Momenten zu loben, sondern ihn dauerhaft ins eigene Leben einzuladen – mit Haltung, Entschlossenheit und Beständigkeit.
Unter Belastungen Gott leise, tief und ehrlich loben
Hirte Graffenberger nahm diesen Gedanken in seinem Wortbeitrag auf und betonte, dass Gott auch in schwierigen und belastenden Lebenslagen gelobt werden soll – leise, tief und ehrlich. Er erinnerte zudem an das Gebot der Nächstenliebe, das untrennbar mit einem Leben aus dem Glauben verbunden ist.
Loben und Danken als Einladung an alle
Der Bezirksälteste Ralf Ermisch fasste zusammen: Loben und Danken sei nicht nur ein Teil des Gottesdienstes, sondern eine Einladung an alle – für jeden Tag, im Alltag, in der Fürsorge für andere, im Trost, den wir schenken, und im Vertrauen, das wir ausstrahlen.
Der Gottesdienst wurde musikalisch feierlich umrahmt und fand am Muttertag einen besonders emotionalen Rahmen, der die Bedeutung von Liebe, Hingabe und Dankbarkeit im Alltag noch einmal unterstrich.
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