Am Sonntag, 9. Juni 2024, trafen sich die sechs- bis neunjährigen Kinder des Kirchenbezirkes Hamm zum gemeinsamen Kindergottesdienst. Zum ersten Mal fand er in der Gemeinde Hamm-Werries statt.
Das Zusammensein startete mit dem Einüben der Lieder, die den Gottesdienst umrahmen sollten. Priester Daniel Klingel begleitete die Lieder auf der Gitarre.
Die Stillung des Sturmes
Die Kinder trafen sich „am Ufer des Sees Genezareth“, der durch ein blaues Tuch angedeutet wurde, und lauschten der Erzählung aus dem Markusevangelium. Sie beschäftigten sich mit den Ängsten der Jünger, die mit ihrem Boot in einen heftigen Sturm gerieten und voller Furcht vor einem Schiffbruch den schlafenden Jesus weckten. Dieser brachte mit nur zwei Worten den Wind und das Meer zur Stille. Anschließend berichteten die Teilnehmenden von ihren Ängsten, die sehr vielfältig waren. Diese wurden einzeln aufgeschrieben und in eine Kiste gepackt, die verschlossen vor den Altar gestellt wurde. Danach überlegten sie, wie die biblische Erzählung mit Klanginstrumenten dargestellt werden könnte. Die Kinder suchten sich jeweils ein Instrument aus. Dann wurde die Geschichte vorgelesen und durch passende Klänge begleitet. Der aufziehende Sturm war laut und fast beängstigend. Die anschließende Stille faszinierte alle und tat richtig gut. So konnte sich jeder in die Situation der Jünger hineinversetzen.
Jesus gibt Sicherheit
Durchgeführt wurde der Gottesdienst von Priester Klingel mit dem Bibelwort: „Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.“ (Markus 4,39)
In der Predigt gingen sowohl Priester Daniel Klingel als auch Priester Ronald Conradi auf die Ängste der Kinder ein. Die Dinge, die Angst erzeugen, werden von Gott nicht vorab aus unserer Welt entfernt. Manches ist Bestandteil seiner Schöpfung wie das Wetter in Form von Sturm oder Gewitter oder Tiere wie Spinnen und Haie. Auch müssen wir alle unseren Alltag leben. Damit verbunden sind Mathe- und Deutscharbeiten. Dabei bereitet uns das eine oder andere Angst.
Jesus zeigte den Jüngern eindrucksvoll, dass sie keine Angst haben mussten. Er erklärte ihnen auch: Ich bin da! Glaubt an mich! Jesus hat die Macht, Dinge zu ändern, wenn es nötig ist. Er kann auch unsere Ängste verschwinden lassen. Wir können zu ihm beten und ihm von unseren Ängsten erzählen. Jesus schenkt uns Sicherheit.
Nach dem Gottesdienst sangen alle gemeinsam den Geburtstagskindern das bekannte Lied „Viel Glück und viel Segen". Wie immer bildete „Hewenu Shalom“ einen freudigen Abschluss.
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