Die Gläubigen der Kirchengemeinden Bergkamen-Oberaden und -Rünthe erlebten einen Abendgottesdienst am Mittwoch, den 2. August 2023 im Kirchengebäude in Oberaden mit Apostel Wolfgang Schug, in dem sich das Bibelwort aus Matthäus 18, 20 (Denn wo zwei oder drei ...), welches zuvor als Kanon vorgetragen wurde, spürbar war..
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Korinther 14,15 zugrunde: Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand.
Aussaat und Ernte
Eingehend auf das durch den Frauenchor vorgetragene Lied, "ein Sämann kommt geschritten", führte Apostel Schug aus, dass jede Aussaat, die vollzogen wird, auch eine Ernte hat. Er wies die versammelten Gläubigen darauf hin, dass man darauf achten solle, guten Samen auszusäen, um auch eine gute Ernte zu empfangen. Nicht immer sei die Ernte sofort sichtbar. Man benötige Geduld, um den Erfolg seiner Aussaat zu empfangen.
Wunder abseits der Menge
In weiterführenden Gedanken wies Apostel Schug noch einmal auf den vor wenigen Tagen erlebten Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider hin. In diesem Gottesdienst erwähnte der Stammapostel das Wunder der Heilung eines Tauben. Apostel Schug ging auf dieses Wunder noch einmal besonders ein, indem er ausführte, dass Wunder nicht immer in der großen Menge stattfinden. Jesus Christus nahm den Tauben aus der Menge heraus und führte ihn ein wenig beiseite. So kann auch der gläubige Christ in der heutigen Zeit erleben, dass Gott Wunder nicht immer in oder vor einer großen Menge ausführt, sondern auch hier und da den Einzelnen mal ein wenig beiseite führt, um ein Wunder geschehen zu lassen.
Beten mit Geist und Verstand
Eingehend auf das dem Gottesdienst zugrunde liegende Leitwort, wies der Apostel darauf hin, dass es in der Gemeinde zu Korinth üblich war, in den Gemeindeversammlungen öffentlich zu beten. Bei einigen war es sogar so, dass sie sich in Ekstase beteten. Das führte dazu, dass ihre Gebete die Zuhörer nicht mehr verstehen konnten. Apostel Paulus wies daher die Gläubigen in Korinth darauf hin, dass sie mit Geist und Verstand beten sollten. In den heutigen Gottesdiensten finden auch öffentliche Gebete statt. Diese werden aber meist von einem einzelnen ausgeführt. Auch diese Gebete sollen inspiriert vom Geist und mit Verstand ausgeführt werden, damit die Gläubigen sich im vorgetragenen Gebet eingebunden fühlen. Weiter führte Apostel Schug aus, dass man oft nicht mehr die Kraft hat, sein persönliches Gebet in Worte auszudrücken. Er gab den tröstlichen Hinweis, dass der Heilige Geist diese Gebete besonders unterstützt und sie vor Gott trägt.
Abschließend erläuterte der Apostel noch einmal wie der gläubige Christ beten sollte. Er wies darauf hin, dass die Inhalte der Gebete von Anbetung zu Gott, zukunftsorientiert und von Nächstenliebe geprägt sein sollten.
Gott ist nicht kompliziert
Bezirksälteste Ralf Ermisch stellte in seinem Predigtbeitrag heraus, dass Gott nicht kompliziert ist. Gott schenkt Gnade, wo er sie schenken will, und verkompliziert die Zu- und Umstände seiner Zuwendung von Gnade zu den Gläubigen nicht. Als Beispiel führte der Bezirksälteste die Begebenheit des Schächers am Kreuz aus, dem Jesus auf seine Bitte hin Gnade schenkte. Jesus fragte nicht nach der Schuld des Schächers, sondern gewährte die Bitte nach Gnade. Weiter ausführend zu diesem Gedanken stellte der Bezirksälteste heraus, dass niemand die geschenkte Gnade Gottes verhindern oder in Abrede stellen kann.
Sakramentsspendung und Ordination
Zur Freude der versammelten Gläubigen konnte Apostel Schug zum Abschluss des Gottesdienstes noch vier Kindern aus den Gemeinden Oberaden, Rünthe und Unna das Sakrament der Heiligen Versiegelung spenden. Nach der Feier des heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel die Gemeindemitglieder Gabi Beier und Petra Ermisch zu Diakoninnen für die Kirchengemeinde Oberaden.
Ein ereignisreicher Gottesdienst fand mit Verabschiedung und herzlichen Segenswünschen für die neuen Diakoninnen seinen Abschluss.
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