Die Corona-Pandemie wirft nicht nur in unserer Gesellschaft viele liebgewonnene Verhaltensweisen und Regeln über den Haufen, sondern auch das gewohnte Leben in den Gemeinden.
Die Gemeinde Hamm-Werries denkt schon seit Längerem darüber nach, ob statt der regelmäßigen Gemeindegespräche jetzt Parkplatzgespräche eingeführt werden sollen.
Und dann entstand zusammen mit dem Bezirksjugendbeauftragen Christof. Krebs die Idee, statt eines Bezirksjugendgottesdienstes, zu dem sich nur einige wenige Jugendliche angemeldet hatten, ein Parkplatzgespräch nach einem Sonntagsgottesdienst in Hamm-Werries durchzuführen. Gesagt, getan und umgesetzt am 16. August.
Was wünschen sich Jugendliche von ihrer Kirche und ihrer Jugendbetreuung nicht nur in Corona-Zeiten?
Es kamen 14 Jugendliche und 7 Jugendbetreuer*innen und fanden sich in der Sonne zu einem Parkplatzgespräch zusammen - natürlich hygienekonform, jeder mit eigener Trinkflasche sowie abgepackten Süßigkeiten und Kaffee.
Die außergewöhnliche Situation mag dazu beigetragen haben, aber die Beteiligung im open-air-Format fand regen Zuspruch. Alle Jugendlichen äußerten sich kritisch und lösungsorientiert zu den Fragen von Priester Krebs,
a) Welches Wort oder welcher Begriff fällt Euch spontan ein, wenn Ihr an Jugendstunde und Jugendarbeit denkt?
b) Was vermisst ihr, wenn ihr an Jugendstunden, Jugendgottesdienst oder auch Freizeitaktivitäten denkt?
c) Wie müssen diese drei Schwerpunkte der Jugendarbeit gestaltet sein, damit ihr gerne kommt?
Damit ging es dann auch um Themenauswahl in den Jugendstunden, Gottesdiensterleben mit anderen Bezirken (auch, um in kleiner werdenden Jugendkreisen andere, gläubige Jugendliche kennenzulernen) oder mögliche gemeinsame Aktivitäten.
Die Diskussion dauerte mehr als eine Stunde, denn die Beteiligung war unerwartet hoch. Viele Ideen wurden geäußert.
Resultat
Einige interessante Anregungen kamen während des Gesprächs zusammen, so z.B. dass das aktuelle Jugendstundenformat Anklang findet und beibehalten werden soll, jedoch Themen gerne vorab in der WhatsApp-Gruppe des Bezirks mitgeteilt werden sollen, damit sich die Teilnehmer*innen vorher schon Gedanken dazu machen können. Oder auch, dass Jugendliche Beiträge für Jugendstunden selber erarbeiten wollen, dies aber gerne in Gruppen, so dass niemand ausgeschlossen wird und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird.
Vor einem Jugendgottesdienst könnten Textwort oder einige Gedanken vorab mitgeteilt werden, um die Teilnehmer vorher schon gedanklich einzustimmen oder auch Gottesdienste mit anderen Bezirken, nach deren Ende Aktivitäten den Jugendlichen noch die Möglichkeit eines Kennenlernens geben.
Weitere Punkte wurden zusammengetragen und werden beim nächsten Treffen der Jugendleiter*innen besprochen, um daraus einen Fahr- und Aktionsplan für die folgenden Monate zu entwickeln
20. August 2020
Text:
D.Schulze/C. Krebs/RS
Fotos:
D. Schulze
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