Der Moderator der Kirchengemeinde Hamm-Werries brauchte kaum das Thema dieses Gesprächskreises noch einmal umschreiben, dann war kein Halten mehr: Die Diskussion war nicht aufzuhalten!
Die wochenlange Ankündigung hatte die Gedanken aller Beteiligten angeregt und löste nun eine Erzähl- und Diskussionsrunde aus wie schon lang nicht mehr. Langjährige Gemeindemitglieder, Jugendliche und auch Gäste gaben Gedankenanstöße.
„Woher kommt der Glaube?“ - aus der Sicht der einzelnen Gemeindemitglieder
- „Warum kann ich glauben und andere nicht?“
- „Ich will glauben und manchmal kann ich es trotzdem nicht.“
- „Woran glaubt man wirklich? Woran glaube ich in der Not und woran, wenn es mir gut geht?“
- „Man muss auch glauben wollen!“
- „Man kann an der Tragfähigkeit des eigenen Glaubens arbeiten.“
- „Ohne Glauben ist nichts möglich. Das ist die Essenz meines Lebens.“
- „Das Wort Gottes vom Altar belebt immer wieder meinen Glauben.“
- „Der Glaube ist ein Geschenk Gottes.“
- „Man muss auch den Mut haben, glauben zu wollen.“
- „In Gemeinschaft ist das Lernen und Erleben von Glauben leichter. Das braucht insbesondere die Jugend.“
- „Aber ich habe doch meine Glaubenserlebnisse!“
Hier folgten einige wirklich sehr beeindruckende Schilderungen aus sehr persönlichen Erlebnissen und auch aus der Missionsarbeit. Die Diskussion gab alle wichtigen Punkte wieder, die die Theologie bei der Auswertung der biblischen Zeugnisse beschreibt.
Der Glaube aus biblischer Sicht und Konsequenzen für das Gemeindeleben
Die verschiedenen biblischen Quellen bestätigen das sehr persönliche und individuelle Erleben der Gemeindemitglieder:
- Der Glaube bzw. glauben zu können ist ein Gnadengeschenk Gottes, es widerfährt einem Jedem, der sich damit aktiv oder passiv auseinandersetzt.
- Der Glaube entsteht im bzw. durch das Wort Christi und muss aktiv und freiwillig und manchmal auch mit viel Mut angeeignet werden, d.h. man muss sich damit bewusst beschäftigen.
- Es bedarf dazu einer Gemeinschaft, in der dieser Glaube überzeugend und authentisch vorgelebt wird.
- Jedes Individuum muss selber auch glauben wollen und dazu entsprechenden Mut aufbringen.
Die Stiftung des Glaubens als auch die zwischenmenschliche Vermittlung durch eine Gemeinschaft ermöglichen es auch heute noch Jugendlichen, im Übergang zwischen Kindheit und Erwachsensein nicht fremdgesteuert, sondern durch Vorbilder die große Kraft des Glaubens zu lernen und als Struktur in das eigene Leben einzubauen. Daran wird die Gemeinde weiterarbeiten.
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