Das Thema des schon traditionellen Gemeindegespräches am 6. Juni 2018 in Hamm-Werries fesselte schnell alle anwesenden Generationen.
Das Thema "NAK - Gestern - Heute - Morgen" war eine direkte Fortsetzung des letzten Gemeindegespräches, in dem die Gemeindemitglieder darüber diskutierten, wie sie den Jugendlichen in ihrer Entwicklung eine Hilfe sein können und wie die Gemeinde sie durch Zuhören besser verstehen und in der Gemeinde integrieren kann.
Das Thema dieser Stunde sah oberflächlich erst einmal so aus, als wenn es um etwas ganz anderes ginge: Die Wahrnehmungen der älteren, der mittelalten und der jüngeren Gemeindemitglieder von „der Kirche“, „den Amtsträgern“, „dem Glauben“. Überraschenderweise konzentrierte sich die Diskussion aber schnell wieder auf das Thema, wie die Zukunft zu bewältigen sei.
Erlebnisse – Wahrnehmungen
Das älteste anwesende Gemeindemitglied begann mit Erzählungen aus den Anfängen der Gemeinde Werries – seine sehr anschauliche Schilderung löste bei den Anwesenden Schmunzeln, Gelächter und Nachdenken aus. Viele konnten sich an die handelnden Personen erinnern. Der Schock des Todes von Stammapostel Bischoff trotz der „Botschaft“ bewegte auch in dieser Diskussion die Glaubensgeschwister. Und auch die Zeit danach unter Stammapostel Schmidt, der unter sehr schwierigen Umständen die Kirche wieder einte. Das damalige „Schweigen“ der Kirchenführung lässt bis heute noch fragende Blicke zurück. Und dann die Wirksamkeit der Stammapostel Urwyler, Fehr, Leber und Schneider! Die Freude über viele Entwicklungen in dieser Zeit bis hin zum Katechismus löste wiederum schöne Erinnerungen aus. Es schwebte ein ambivalentes Gefühl durch die Diskussion: Schöne Erinnerungen, trauriges Erinnern, Dankbarkeit und auch Schmerzen bei manchen damaligen Entscheidungen. Diese Ambivalenz wurde auch deutlich in der Diskussion der jüngeren Gemeindemitglieder und die Sorge, dass „die Kirche“ nicht immer auf die nachwachsenden Generationen und ihre Bedürfnisse angemessen reagierte, dass die Gemeinden kleiner und leider auch manchmal geschlossen werden müssen.
Zukunft
Alle Anwesenden freuten sich über die Möglichkeiten, die den Kindern und Jugendlichen heute geboten werden. Aber es ist allen klar: Wenn die Anbindung an die Gemeinde und deren Attraktivität nicht stark genug sind, hilft auch nicht das größte jährliche Event. Und das gleiche gilt für ALLE Generationen einer Gemeinde.
Wir möchten unsere Gemeinde weiter attraktiv gestalten. Dazu gehören Angebote, aber insbesondere auch Zuhören: Hören, was die Menschen sagen, hinhören, wenn sie (versteckt) Not äußern, hinhören, wenn sie Unwillen zeigen und wir einfach mal nichts mehr als zuhören sollten. Füreinander da sein.
Es wurden bei Weitem nicht alle angesprochenen Themen genügend berücksichtigt. Die Themen werden nicht ausgehen. Aber viele kleine Gedankenanstöße sind inzwischen in Werries entstanden und werden vielleicht auch in nächster Zukunft sichtbar werden.
24. Juni 2018
Text:
D. Sch./kj/RS
Fotos:
André Reinert
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