In den Reigen der vielfältigen Hochzeiten in den letzten zwei Jahren, die in der Gemeinde Unna-Massen stattgefunden haben, reiht sich nun auch eine Goldhochzeit.
Am Samstag, 26. Mai 2018, erhielt das Goldhochzeitspaar Roswitha und Manfred Brech im Gottesdienst den Segen zu ihrem 50. Ehejubiläum.
Trotz der hohen Temperaturen war die Kirche mit Hochzeitsgästen und Gemeindemitgliedern voll besetzt. Wie immer hatte sich der Gemeindevorsteher, Evangelist Erhard Hauler, zu dieser besonderen Festhandlung etwas Besonderes ausgedacht, das er in seiner Ansprache an das Goldhochzeitspaar zum Leitgedanken machte.
Als Grundlage für die Segenshandlung diente 1. Johannes 5, 15: "Und wenn wir wissen, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben."
In der Auslegung stellte er dazu die vier Begriffe „Verstehen – Vertrauen – Verzeihen – Verzichten“ in den Mittelpunkt.
Verstehen heißt, dem anderen bewsst zuhören und zu erfassen, was er sagen möchte. Aber es bedeutet auch, zu hören, wenn Gott redet.
Ohne Vertrauen können wir das Leben nicht gestalten. Hier geht es nicht nur um das gegenseitige Vertrauen unter den Eheleuten in vielfältigen Situationen, sondern auch um den Mut, „Urvertrauen“ in Gottes Handeln zu haben, um alle Lebenslagen zu meistern.
Verzeihen bedeutet, Toleranz und Großzügigkeit walten zu lassen gegenüber dem Partner und dem Nächsten und nicht nachtragend zu sein. Es ist aber auch wichtig, die „Macken“ des Anderen nachzusehen und sich zu entschuldigen. Dies ist kein Zeichen der Schwäche, sondern der Liebe.
Als letzten Begriff erläuterte der Vorsteher den Begriff Verzichten. Hier geht es darum, nicht auf eigene Ansichten oder Meinungen zu bestehen oder gar dem anderen seine Unzulänglichkeiten in Worten oder gar Taten zurückzugeben. Vielmehr gilt es, sich zurückzunehmen, um Frieden untereinander zu haben. Aber es bedeutet auch, nicht auf Gott, die Gemeinschaft mit der Gemeinde, das Wort Gottes sowie die Verbundenheit mit Familie und Freunde zu verzichten.
Für jedes dieser vier Begriffe erhielt das Goldhochzeitspaar ein goldenes „V“ überreicht. Damit diese Buchstaben jedoch auch jederzeit eng beieinander und sichtbar sind, übergab der für die Seelsorge der Geschwister Brech zuständige Priester Stawinski einen goldenen Schlüsselhalter.
Nach dem Gottesdienst und der Segenshandlung empfing das Jubelpaar aus der Festgemeinde viele Glück- und Segenswünsche.
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