Mehr Überraschungen als Enttäuschungen bestimmten die Weihnachtsfeier 2017 in der Kirchengemeinde Kamen-Mitte.
Das Motto der diesjährigen Weihnachtsfeier in Kamen-Mitte am Nachmittag des zweiten Advents lautete "Überraschungen / Enttäuschungen". Vor Beginn der Weihnachtsfeier sorgte der starke Schneefall für eine erste Überraschung und die Tatsache, dass etliche Gemeindemitglieder aufgrund dessen nicht an der Feierstunde teilnehmen konnten, auch für die erste Enttäuschung.
Musikalisches - Lesungen - Erzählungen
Mit dem traditionellen Eingangslied "O du fröhliche" begann die Feierstunde, wobei alle verfügbaren Instrumente den Gemeindegesang unterstützen. Sebastian Tratzka an der Orgel, Regina Koschker am Piano, Roland Baum am Akkordeon und Fabian Tratzka an der Trompete zauberten sowohl mit gemeinsamen wie auch mit einzelnen musikalischen Vorträgen immer wieder lächelnde und freudige Gesichter.
Musikalische Highlights, nachdenkliche und auch humorvolle Lesungen von Christel Dettmar, Gudrun Hertig und Margot Großmann sowie Schilderungen einiger Gemeindemitglieder über persönlich erlebte Überraschungen oder Enttäuschungen zur Weihnachtszeit sorgten für eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Feierstunde.
Ebenso sorgte das Flötenspiel von Inge Herbst und Gerhard Salewsky und die Vorträge des Chores und des "Kleinen Chores" für viel Freude und Fröhlichkeit.
Der Hut und das Gedicht
Für eine besondere Überraschung sorgten Roland Baum und Fabian Tratzka, als sie vor dem Altar sitzend ein Weihnachtslied vortrugen und vorher einen Hut auf den Boden stellten. Das Signal kam an, es dauerte nicht lange bis der erste der Zuhörer nach vorn ging und etwas in den Hut warf. Nach und nach wuchs die Spendenbereitschaft enorm, so dass anschließend ein ansehnlicher Betrag zusammenkam. Dieser wird für einen guten Zweck verwendet.
Als die Amtsträger ein Gedicht gemeinsam vortrugen, dauerte es eine Zeitlang bis sie in der richtigen Reihenfolge standen. Dann übernahmen wieder Überraschung / Enttäuschung die Regie. Überraschung bei den Zuhörern, weil einige Verse nichts mehr mit dem Originaltext zu´tun hatten und Enttäuschung, weil einem der Amtsträger die letzte Zeile absolut nicht einfallen wollte.
Die Durenfrage - Überraschung oder Enttäuschung
Nach dem letzten gemeinsam mit Begleitung durch alle Instrumente vorgetragenen Lied "Herbei o ihr Gläubigen" signalisierte Priester Baum, dass es noch eine Überraschung mit Akkordeon und Trompete gäbe. Mit Fabian Trazka würde er jetzt abschließend noch "Stille Nacht, Heilige Nacht" spielen. Beide begannen und spielten dieses so bekannte Weihnachtslied allerdings in einer jeweils anderen Dur, so dass es sich schaurig, schön anhörte. Die Gemeinde war jedenfalls begeistert und klatschte lachend Beifall.
Nach der Feierstunde stärkten sich alle bei Kaffee und Kuchen im Mehrzweckraum, bevor es einige wieder in das Kirchenschiff zog, weil dort schon die ersten Melodien weiterer Weihnachtslieder hörbar wurden und zum Mitsingen anregten.
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