Im Abendgottesdienst am 31. Mai 2017 in Unna rief Bischof Makulla die anwesenden Gemeinden Unna, Unna-Massen und Kamen-Heeren zur Glaubwürdigkeit auf.
Auf diesen Gottesdienst hatten sich die versammelten Gläubigen der drei Kirchengemeinden schon lange gefreut. Der gemischte Chor der drei Gemeinden erfreute mit kraftvollen und berührenden Liedvorträgen und unterstrich mit den Liedtexten die Predigtaussagen des Bischofs. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas 6, 46 zugrunde: "Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?".
Bischof Makulla zeigte sich zu Beginn des Gottesdienstes erfreut darüber, dass die versammelten Gläubigen das Angebot Gottes, in der Mitte der Woche zum Gottesdienst zusammen zu kommen, angenommen hatten. Jeder Gottesdienst sei eine Zäsur, erzeuge Nachdenklichkeit und Impulse aus dem Heiligen Geist, erfreue und tröste, sorge auch oft für eine Wende in den Sorgen und Kümmernissen des Alltags.
Glaubwürdig sein
Als Nachfolger Christi reiche es nicht aus, Christus als Herrn zu titulieren, wenn man nicht bereit sei, seinen Willen zu erfüllen und seinen Rat anzunehmen. Es sei schon eine menschliche Eigenart, in bestimmten Situationen nicht authentisch aufzutreten, weil vielleicht ein Gesichtsverlust befürchtet würde. Umso wichtiger sei es, in der Nachfolge Christi sich zur göttlichen Wahrheit zu bekennen und dese auch im Alltag glaubwürdig zu bekennen.
Selbstprüfung bleibt wichtig
Mit Blick auf die Nachfolge Christi wäre es doch paradox, Jesus Christus um Hilfe zu bitten und Wege zu gehen, die gegen Gottes Gebote verstoßen. Was hielten wir von einem Menschen, der immer über die Liebe Gottes spricht, seinem Nächsten gegenüber sich aber nur ablehnend und abwertend verhält. Könnten wir als Nachfolger Christi um die Wiederkunft Jesu bitten, ohne ihr in unserem Leben eine hohe Priorität eiinzuräumen? Glaubwürdige Nachfolger Christi zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Denken, ihr Reden, ihr Tun die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten, also göttliches Wesen offenbare.
In den Predigtbeiträgen des Priesters Köhler und des Bezirksältesten Ermisch wurde die Predigt des Bischofs unterstrichen. Bezirksältester Ermisch erwähnte eine Begebenheit aus der Zeit des Bezirksapostels Engelauf. Dieser sei bei einem Besuch einer Gemeinde auf dem Parkplatz aus dem Auto gestiegen und einen Moment neben dem Fahrzeug stehen geblieben. Daraufhin angesprochen erwiderte er, dass es ihm wichtig sei, sich vor Gottesdiensten, die er halte, zu prüfen, ob er mit Gott im Reinen sei, ob er glaubwürdig sei.
Zusammenfassend ein stärkender, tröstender, Freude erzeugender und Mut machender Gottesdienst, welcher auch den Blick für den Pfingstgottesdienst am Sonntag weitete.
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