Mit den Kirchengemeinden Unna-Massen und Kamen-Methler erlebten die Gläubigen der Kirchengemeinde Unna den Abendgottesdienst von Apostel Wolfgang Schug am Mittwoch, den 11. Dezember 2019 als sehr wohltuend und tröstend. Doch der Wermutstropfen der Ruhesetzung ihres Priesters Burkhard Köhler war spürbar.
Apostel Schug, der von Bischof Karl-Erich Makulla begleitet wurde, legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Lukas 1, 42-43 zugrunde: "Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?"
Herausragende Ereignisse
Gottesdienste - so Apostel Schug zu Beginn der Predigt - seien nicht irgendwelche Termine im Kalender, sondern herausragende Ereignisse. In jedem Gottesdienst sei eine wartende Gemeinde versammelt, die sich auf die Wiederkunft Christi vorbereiten lasse.
Der Segen der Elisabeth
Im Kontext zum Bibelwort wird eine Begegnung zwischen Maria und Elisabeth geschildert. Beide Frauen waren schwanger. Maria ging zu Elisabeth, nachdem ihr ein Engel von der Schwangerschaft ihrer Verwandten Elisabeth berichtete. Erfüllt vom Heiligen Geist erkannte Elisabeth die Gegenwart des Herrn und segnete Maria.
Die Zu- und Umstände der Schwangerschaften waren bei beiden Frauen rational nicht nachvollziehbar, es war Glaube notwendig. Deswegen zählen Nachfolger Christi auch heute noch zu denen, die sich vom Heiligen Geist leiten lassen und Glauben einsetzen. Die sich in den Dienst des Nächsten stellen und das Evangelium in Wort und Tat verkündigen. Das ist nicht immer leicht, aber Luther sagte schon, dass der Glaube für den Menschen immer eine Zumutung sei und deshalb Mut erfordere.
Wo ist die Zeit geblieben?
Priester Burkhard Köhler stellte in seinem letzten Predigtbeitrag die rhetorische Frage, wo die Zeit geblieben sei. Aber er gab den Hinweis, dass es wesentlicher sei, sich zu fragen, was habe ich aus der mir von Gott geschenkten Zeit gemacht. Konnte in dieser Zeit Göttliches in mir reifen, sich entwickeln?
Ruhesetzung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls setzte Apostel Schug Priester Köhler in den wohlverdienten Ruhestand. Der Chor sang vorher das Lied: "Meine Seele ist stille zu Gott". Apostel Schug erwähnte in der Ansprache, dass es unmöglich sei, alles zu erwähnen, was in 44 Amtsjahren geleistet worden sei. In Anbetracht der vielfältigen Arbeitsbereiche und der treuen Mitarbeit könne man nur stille werden.
In der Gemeinde sei viel Dankbarkeit und Lob spürbar. Es gab auch viel Gotterleben, die beiden Seiten zugute kamen. Der treue Gott weiß um alles und sein Segen habe immer geholfen.
Dankbar und bewegt versetzte Apostel Schug Priester Burkhard Köhler in den Ruhestand. Er wird weiter in der Krankenbedienung aktiv bleiben.
Die Gottesdienstbesucher verabschiedeten sich nach dem Gottesdienst freudig und dankbar vom Apostel und seiner Begleitung. Sehr emotional und herzlich verlief die Verabschiedung der Unneraner Gemeindemitglieder von "ihrem" Priester im Ruhestand Burkhard.
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