Es ist schon fast Gewohnheit: Alle drei Monate findet in der Kirchengemeinde Hamm-Werries ein Gesprächskreis nach dem Sonntagsgottesdienst statt.
Am 13. Februar 2017 war es wieder soweit. Und das Thema bot wieder ungewöhnlichen Gesprächsstoff und versprach eine spannende Diskussion unter den 21 anwesenden Erwachsenen unter der Moderation von Dieter Schulze:
Was ist das Böse?
In der ersten Sammlungsphase erzählten die Anwesenden, was aus ihrer jeweiligen individuellen Sicht überhaupt „böse“ sei. Ohne großes Eingreifen des Moderators waren sich die Anwesenden ziemlich einig: „Böse“ ist das, was uns von Jesu Wesen und damit von Gott trennt. Und dies hängt von der jeweiligen Lebenssituation jedes Einzelnen ab, was ihn oder sie von Gott trennt.
Aber: Woher kommt „DAS Böse“ oder vielleicht auch „DER oder DIE Böse“. Gibt es ein personifiziertes böses Wesen (die theologische bzw. philosophische Frage nach der Herkunft des Bösen/Theodizee)? Und wie kann Gott das zulassen bzw. wollen?
Biblische Suche
Gemeinsam wurden einige Bibelstellen gelesen bzw. zusammengefasst. Der Bibelfundus macht deutlich, dass der Ursprung des Bösen nicht rational erklärt werden kann. Apostel Paulus sprach gar von dem Bösen als einem Geheimnis. Im Kreis der Teilnehmer entwickelte sich die übereinstimmende Auffassung, dass das Böse eine Kraft im eigenen Denken ist, welche aus dem Willen zur Unabhängigkeit von Gott und dem "Wie-Gott-sein-Wollen" entspringt. In wenigen Stellen der Bibel tritt das Böse auch als Person in Erscheinung. Die Heilige Schrift nennt das personalisierte Böse "Teufel". In der neuen Schöpfung wird das Böse keinen Platz haben.
Das Thema für den nächsten Gesprächskreis schließt direkt an das Thema dieses Gesprächskreises an: Was ist eine „Prüfung Gottes“?
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