Das Chorwochenende vom 18. November mit anschließendem Werkstattkonzert am 20. November 2016 in der Kirche in Hamm war für die beteiligten 39 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Wolf-Rüdiger Spieler wieder ein besonderes Highlight.
Zu Beginn des Chorwochenendes am Freitag drückte Wolf-Rüdiger Spieler dem Chor gegenüber seine Freude darüber aus, dass eine stattliche Anzahl Sängerinnen und Sänger zusammen gekommen sei, um bereitwillig, aufgeschlossen und motiviert an einem Wochenende anspruchsvolle Chormusik zu erarbeiten.
Am Freitagabend um 18 Uhr trafen sich die Sängerinnen und Sänger aus Nah und Fern in der Kirche in Hamm. Überwiegend kamen die Teilnehmer/innen aus den Gemeinden des Kirchenbezirks Hamm; drei Sänger/innen aus Gütersloh und Münster nahmen sehr bewusst die längeren Anreisen zu den Proben in Kauf, um "dabei zu sein".
Das Musikprogramm umfasste Chorwerke zum Ende des Kirchenjahres bzw. zur "Stillen Zeit".
Am Freitag endete die Probe um 21 Uhr. Nur wer schon einmal eine Chorprobe bei Wolf-Rüdiger Spieler miterlebt hat, wird nachvollziehen können, dass die Attraktivität seiner immer sehr kurzweiligen Übungsstunden in der fruchtbringenden Mischung seines umfassenden Fachwissens, seiner Musikalität und seines Humors liegt. Hartnäckig bleibt er seiner Linie treu, die einzelnen Stimmen immer wieder zu Höchstleistungen zu führen. Wenn er hin und wieder einmal zur Optimierung den Vortrag einzelner Stimmen parodiert, hat er die Lacher auf seiner Seite.
Fröhlich und in guter Stimmung trafen am Samstag alle um 10 Uhr zur Probe ein und machten sich um 18 Uhr wieder - mit vielen Noten im Kopf - auf den Heimweg.
Hervorragend geregelt war die Verpflegung der Chorteilnehmer an diesem Wochenende. Jan Kron hatte das Catering und damit die Verantwortung dafür übernommen, dass niemand hungrig oder durstig bleiben musste. So trugen nicht nur die Musik, sondern auch Kaffee, Plätzchen, Obst, Pizza und Kuchen zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
Werkstattkonzert
Am Sonntag kam der Chor bereits um 13 Uhr in Hamm zusammen, um vor dem Werkstattkonzert den Liedern den letzten "Spielerschliff" zu geben.
Gut gefüllt war das Kirchenschiff in Hamm, als die schwarz gekleideten Sänger/innen ihren Platz vor dem Altar einnahmen. Nach dem ersten Chorvortrag "Wenn wir singen, wenn wir beten" von Johann Abraham Melchior begrüßte Bezirksältester Ralf Ermisch alle Anwesenden, äußerte einige Gedanken zum Ende des Kirchenjahres und wünschte dem Chor und allen Konzertteilnehmern viel Freude.
Auch Wolf-Rüdiger Spieler erläuterte nach der sehr kraftvoll, freudig und lebendig vorgetragenen Kantate "Wachet auf! ruft uns die Stimme" (Satz: Johann Sebastian Bach) die Besonderheiten dieses Liedes, welches allgemein zu den Adventsliedern gezählt wird, aber inhaltlich auf die Ankunft Christi verweist und das Gleichnis der 10 Jungfrauen thematisiert. Johann Sebastian Bach hatte diese Kantate für den 25. November 1731 komponiert, dem damaligen 27. Sonntag nach Trinitatis. Dieser 27. Sonntag nach Trinitatis kommt sehr selten vor - so Wolf-Rüdiger Spieler in seinen Ausführungen - er ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr, welches überwiegend mit dem 26. Sonntag nach Trinitatis endet.
Insgesamt kamen bei dem Werkstattkonzert neun Chor- und ein Orgelvortrag zu Gehör. Nach dem letzten Chorvortrag "Kein Wörtlein geht verloren" (Satz: Alexander Därr) setzte spontan Applaus ein, gepaart mit freudigen und entspannten Gesichtern bei allen Mitwirkenden.
Nach einem letzten Kaffee verabschiedete sich der Chorleiter von den Sängerinnen und Sängern. Ein schönes und ereignisreiches Wochenende ging zu Ende. Allen, die zum guten Chorwochenende in Hamm beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt, den Musikbeauftragten des Kirchenbezirks wie auch der guten Backstube der Hammer Kirchengemeinde für die köstlichen Kuchen.
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