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Bezirksapostel feiert Gottesdienst in Bergkamen-Oberaden

 

In der Kirche in Bergkamen-Oberaden erlebten die versammelten Gemeinden Oberaden und Rünthe am 7. September 2016 den Abendgottesdienst des Bezirksapostels.

Der Bezirksapostel wurde von Apostel Schug, Bischof Makulla, etlichen Bezirksämtern aus dem Arbeitsbereich von Apostel Schug sowie den Vorstehern des Kirchenbezirks umgeben.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Psalm 25, 14-16 zugrunde: "Der Herr ist denen Freund, die ihn fürchten; und seinen Bund lässt er sie wissen. Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend."

Zu Beginn ging der Bezirksapostel auf das gesungene Chorlied "Ziehe deine Schuhe aus" ein. Als Mose der Aufforderung Gottes nachkam, veränderte diese Begegnung mit Gott sein ganzes Leben. Schuhe ausziehen bedeute heute für uns: Aussteigen. Wer näher zu Gott kommen will oder wen Gott in seine Nähe ruft, müsse bereit sein, auszusteigen aus Vorstellungen, Meinungen, Vorbehalten, Lieblosigkeit etc. Mose bekam von Gott die Zusage seiner Hilfe und Hilfsmittel für seine zukünftige Arbeit.

Reaktion auf den Willkommensgruß

Der Bezirksapostel hatte vom Apostel einen Willkommensgruß zum Gottesdienst in Oberaden erhalten, dem ein Bild beigefügt war. Das Bild zeigte einen Flipchart mit dem Text: "Noch drei Tage, dann kommt unser Bezirksapostel." Der Flipchart stand am Sonntag vorher in der Gemeinde Oberaden. Der Bezirksapostel  hat diesen Gruß mit der Wiederkunft Christi verknüpft. Niemand weiß, wieviel Tage, Monate, Jahre es dauern wird, aber Jesus wird kommen. Beschäftigt uns das noch? Beten wir noch dafür? Glauben wir noch daran? Hoffen wir auf diesen Tag? Tröstet uns dieses Wissen noch?

Nähe Gottes im Leid

Bezirksapostel Storck schilderte dann sehr anschaulich und eindrucksvoll die Situation Davids, der den 25. Psalm in einer Lebensphase geschrieben habe, wo er sich verlassen und unschuldig angeklagt fühlte. Das Bild des Netzes stamme aus der Jagd und beschreibt Gottes Rettung.

Mit diesem Bild konzentrierte der Bezirksapostel den Blick auf Elend, Leid, Kümmernisse, Bedrängnisse, Trübsale, die oft wie ein Netz wirken, aus dem sich der Mensch nicht mehr befreien kann.  Auch der Blick auf die biblische Schilderung des Kranken am Teich Bethesda macht deutlich, dass Jesus dorthin ging, wo Not und Elend war, dass solche Verhältnisse andererseits auch eine Anklage gegen die Lieb- und Gedankenlosigkeit der Menschen sind. Jesus riss den Kranken, dessen Not mit der Zahl 38 erschütternd dargestellt wird, aus der Hoffnungslosigkeit und weckte den Willen zur Heilung.

Auch heute leidet Jesus mit uns und lässt die, die ihm nachfolgen, nicht allein. In Gottesfurcht erduldete Jesus selbst in seinem Erdenleben Phasen der Ablehnung, der Enttäuschung, des unschuldig Leidenden und der Gottverlassenheit. So erlebt der Glaubende die helfende Nähe in Jesu Fürbitte, dass der Glaube nicht zerbricht und in den vielfältigen Tröstungen des Heiligen Geistes .

Jesus vertritt uns gegen die Ankläger

Zur Vorbereitung auf das Sakrament in der Feier des  Heiligen Abendmahles wies der Bezirksapostel auf Christus hin, der uns gegen die Ankläger vertritt (Römer 8, 34). Dieses Wissen, dass Christus uns alle vertritt, möge doch den Wunsch, das Verlangen und die Kraft zur Versöhnung und zum Aufeinanderzugehen generieren.

Mit der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen endete der Gottesdienst.

8. September 2016
Text: kj/RS
Fotos: D.W.

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