Den Segen zur Rubinhochzeit spendete Apostel Schug am Donnerstag, den 23. Juni 2016 im Abendgottesdienst dem Gemeindevorsteher Hirte Andreas Niessner und seiner Gattin Gudrun.
Dem Festgottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Korinther 10, 12.13 zugrunde: "Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle. Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist getreu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt."
Einige Vorsteher, die Bezirksämter und Bischof Makulla sowie Bezirksevangelist A. Krause aus dem Nachbarbezirk Dortmund drückten durch ihre Anwesenheit dem Jubelpaar ihre Wertschätzung aus.
Warnung vor falscher Sicherheit
Das 10. Kapitel des ersten Korintherbriefes warnt vor falscher Sicherheit. Paulus stellt seinerzeit beispielhaft das Volk Israel der Gemeinde zu Korinth vor Augen. Die Israeliten hatten - so Paulus - auch eine Taufe erlebt und empfingen auf dem Weg durch die Wüste eine geistliche Nahrung durch Christus. Trotzdem endete der Weg für die Mehrheit der Israeliten in der Wüste und nicht in Kanaan. Auch in unserer Zeit - so Apostel Schug - bestünde die Gefahr in der Selbstsicherheit und daraus resultierender Unzufriedenheit. 'Immer nur Manna" oder die Hinwendung zu einem "selbst geschaffenen Gott (Goldenes Kalb)" bzw. die Behandlung von Josua und Kaleph nach ihrem Bekenntnis zur Allmacht Gottes, signalisierten eine innere Haltung, die sich vielleicht aus dem Bewußtsein, etwas "Besseres" zu sein, entwickeln konnte. Dankbarkeit gegenüber Gott blieben auf der Strecke. Unzufriedenheit über Gott gewann Raum.
In der Nachfolge Christi sind Versuchungen - wie Paulus sie beschreibt - etwas Alltägliches. Mit Blick auf die Treue Gottes sorgen Versuchungen dafür, im Glauben, in der Dankbarkeit, in der Treue Gott gegenüber zu wachsen.
Ein Vergleich zum Schmunzeln
Bezirksevangelist Krause erwähnte in seinem kurzen Predigtbeitrag, daß zwischen der 40-jährigen Wüstenwanderung und einer 40-jährigen Ehezeit möglicherweise einige Gemeinsamkeiten gäbe. Dieser Hinweis wurde von der Gemeinde mit sichtbarem Schmunzeln aufgenommen. Mit Blick auf die Ehezeit sei die gegenseitige Liebe Quelle der Verbindung und der Freude. Das Bekenntnis, den anderen zu lieben, habe nichts mit dem Manna-Problem der Israeliten gemein.
Abenmahlsfeier und Segensspendung
Bischof Makulla bereitete die Gemeinde auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Danach spendete Apostel Schug dem Jubelpaar den Segen zu ihrer Rubinhochzeit. In der Ansprache an das Rubinhochzeitspaar übermittelte er ihnen neben seinem Dank für ihre Mitarbeit in den Gemeinden Gedanken aus Psalm 115 und Jesaja 56,4.5.
Mit dem kraftvoll und variantenreich mit Flügelbegleitung vorgetragenen Schlusslied des Chores "Großer Gott wir loben dich" endete der Festgottesdienst.
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