Im Gottesdienst am 16. März 2025 spendete Bezirksältester Ralf Ermisch den kirchlichen Segen zum Fest der Goldenen Hochzeit dem Ehepaar Gerlinde und Diakon in Ruhe Karl-Heinz Gehring.
Nach der persönlichen Begrüßung und Ansprache an das Goldhochzeitspaar ging Bezirksältester Ermisch auf das Lied des Chores "Ich will beten" (CB 150) ein. Je nach Lebenssituation drängen sich die Fragen "Wie soll das weitergehen?" oder auch "Was wird geschehen?" in den Vordergrund.
Der Berg des Gebetes
Der Bezirksälteste führte die Begebenheit an, in der Jesus mit drei Jüngern auf den Berg ging. Jesus wurde dort verklärt und Petrus gefiel es so gut, dass er Hütten bauen wollte.
„Doch was hat das mit dem Gebet zu tun?“, fragte der Bezirksälteste die Gemeinde und gab folgende Antwort: „Gehe auf den Berg des Gebetes und sprich mit Gott. Das macht etwas mit dem Herzen.“ Auch wenn sich die Situation nicht ändert, verändert sich unsere Einstellung.
Geduld in Anfechtung
Schwerpunkt des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Jakobus 5,11: "Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer."
Nach einer kurzen, historischen Erklärung zum Jakobusbrief beschrieb der Bezirksälteste ein gesundes Verhältnis zu Gott mit den Merkmalen beten, glauben, einbringen in die Gemeinde und vieles mehr. Und doch bleiben wir vor beispielsweise nicht vor Krankheit oder Arbeitslosigkeit verschont. Vor diesem Hintergrund verwies der Bezirksälteste auf die Geschichte des Hiob. Gott gab ihm keine Antwort, warum er leiden musste, aber es kam zu einem guten Ende.
Der Mangobaum
Bezirksältester Ermisch führte dazu ein Beispiel aus der Natur an. Der Mangobaum benötigt etwa sechs Jahre, bevor aus dem Samen ein Baum wird, der dann auch Früchte trägt. Das ist eine lange Zeit und braucht Geduld. So wollen wir im Glauben auch geduldig auf die Wiederkunft Christi warten.
Segenshandlung zur Goldhochzeit
Nach einem Liedvortrag übermittelte der Bezirksälteste dem Goldhochzeitspaar zunächst ganz persönliche Grüße des Apostels. Anschließend dankte er dem Jubelpaar im Namen der Gemeinde für ihren langjährigen Einsatz. „Ihr seid Urgesteine der Gemeinde und habt sie mitgeprägt. Der liebe Gott wird es euch nicht vergessen“, unterstrich Ralf Ermisch seinen Dank.
Befiehl dem Herrn deine Wege
Zur Segenshandlung las er ein Bibelwort aus Psalm 37,5 vor: "Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen" und drückte aus, dass das Goldhochzeitspaar das immer schon gemacht habe. Dieses Psalmwort bedeute, dass der Anfang nicht von Gott gemacht wird, sondern von uns, dass aber der Fortgang dem treuen Gott anbefohlen wird. Und es bedeute auch, dass Gott da sei.
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