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Gottesdiensterleben mit Jugend, Kindern und zwei Gemeinden

 

Die Kirchengemeinden Unna und Unna-Massen erlebten am 12. April 2026 mit den Jugendlichen und Sonntagsschulkindern des Kirchenbezirks Hamm in Unna einen für alle Altersgruppen ansprechenden Gottesdienst mit dem Bezirksältesten Ralf Ermisch.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 8, 25,2 zugrunde, wo davon berichtet wird, dass Jesus den Sturm stillte. Eine Jugendliche führte hierzu eine Lesung durch, die das Bibelwort enthielt.

Bezirksältester Ermisch gab dann die Tageslosung des christlichen Kalenders für jeden Gottesdienstteilnehmer als Einstiegsbotschaft bekannt. Jesus kam nach dem Ostergeschehen zu seinen Jüngern zurück und sagte: „Friede sei mit euch!“

Anschließend ging er auf das Bibelwort aus Matthäus 8 ein und  fragte in die Gemeinde: „Hast du schon einmal Angst gehabt?“

Priester Neubacher übernahm die Gesprächsführung und ging mit dem Mikrofon in die Gemeinde. Er suchte nach einem Kind, das sich auf ein Wackelbrett „traut“. Nachdem ein Kind zunächst allein versucht hatte, das Gleichgewicht zu halten, was sehr schwierig war, unterstützten Diakonin Sylvia und der Priester das Kind. „Du musst da nicht alleine durch!“ Die Erkenntnis war, dass es allein schwierig ist, gemeinsam wird es einfacher und leichter. Das wurde durch ein weiteres praktisches Beispiel untermauert: Ein Kind sollte ein verknotetes Seil entknoten. Nach kurzer Zeit bekam es Hilfe von zunächst einem anderen Kind, danach kam noch ein drittes Kind hinzu. Und so entknoteten sie das Seil ziemlich zügig.

Um Frieden mit Jesus zu schaffen, führte der Bezirksälteste die drei Phasen des Gebetes an:

  • Ich spreche zu Gott und lasse alles raus
  • Ich entscheide mich bewusst still zu werden/zu sein
  • Ich höre zu und Gott „spricht“ zu mir, gibt mir Impulse/Antworten

Im Beitrag von Priester Neubacher wurde deutlich, dass die Fischer im Boot sehr wohl aus ihren gemachten Erfahrungen mit Jesus wussten, dass er helfen kann. Sie erwarteten vielleicht, dass er ihnen hilft das Wasser aus dem Boot zu schöpfen, aber Jesus reagierte anders als erwartet: Er bedrohte den Sturm. Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass Gott uns hilft und beten um Unterstützung. Doch manchmal erwarten wir Hilfe in einer bestimmten Form und diese Hilfe tritt nicht ein. Gott hilft nicht immer so, wie wir es uns wünschen, sondern so, wie es für uns gut ist (auch wenn wir das nicht immer erkennen). Trotzdem vertrauen wir auf ihn, denn er hilft auf seine Weise. Wir „müssen“ dranbleiben im Glauben: vorher- in der Situation- und hinterher.

Nun wurde der Merksatz gebildet: „Ich vertraue auf Jesu Hilfe in allen Situationen meines Lebens.“

Anschließend bereitete Priester Lepke die anwesende Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vor. Er kam an den Altar und klopfte 3x kurz, 3x lang und 3x kurz, bis jemand bemerkte, dass es das Seenotrettungszeichen SOS (Save our souls) war. Das Zeichen machen Menschen auf See, die Angst haben unterzugehen und nicht wiedergefunden zu werden. Angst ist auch hilfreich, weil sie uns vor Schaden bewahren kann. Und unsere Angst um den Nächsten ist wichtig, um ihm/ihr beizustehen und zu helfen. Wir müssen aufeinander achtgeben.

Überprüfe deinen Fokus:

  • Konzentriere dich nicht nur auf Essen und Trinken und dich selbst
  • Jesus bereitet das Friedensreich und du darfst mitarbeiten!

Frage dich: „Bei wem sitzt du im Boot?“ Und: „Wer sitzt in deinem Boot?“

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls wurde eine neue Konfirmandenlehrerin für den Bezirk Hamm ernannt: Alina Lepke.

Zum Abschluss wurden die Geburtstagskinder beglückwünscht und das Lied „Möge die Straße“ gesungen.

 

 

21. April 2026
Text: Ines Lenze
Fotos: Ines Lenze

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