Am 13. und 14. August 2022 fand ein ökumenisches Gemeindefest der neuapostolischen Kirchengemeinde Unna-Massen zusammen mit den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden vor Ort statt. Es war das erste Event dieser Art, nachdem in den zwei Jahren zuvor bereits ein „Kreuzgang“ durch den Ort beziehungsweise in der Adventszeit ein gegenseitiger Besuch zum „Adventsfenster“ stattgefunden hatten. Dieses Zusammensein stand unter dem Motto: “Lasst uns miteinander“.
Das Fest wurde am Samstagabend mit Live-Musik eingeläutet. Der nächste Morgen begann um 8 Uhr mit Aufbauarbeiten für den später stattfindenden Ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel und den verschiedenen Ständen, bei denen es neben Würstchen, Kuchen und Getränken auch beispielsweise Produkte aus Partnergemeinden in Afrika zu kaufen gab.
Gottesdienste
Trotz Teilnahme am Ökumenischen Gottesdienst fand der Gemeindegottesdienst der neuapostolischen Kirche wie gewohnt statt, da es Konsens der an der ökumenischen Bewegung teilnehmenden Kirchen ist, dass sakramentale Handlungen, wie z.B. das sonntägliche Heilige Abendmahl, durch ökumenische Aktionen nicht entfallen sollen.
Gemeinsame Wortverkündigung
Gemäß dem Motto des gemeinsamen Gemeindefestes wurde auch die Gestaltung des gemeinsamen Gottesdienstes auf mehrere Schultern verteilt: Wortbeiträge von Pfarrer Jürgen Eckelsbach (Evangelische Kirchengemeinde Massen), Pastor Stefan Schmitz (Katholische Kirche St. Marien Unna Massen) und Andrée Kramer (Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde Unna-Massen) wechselten sich mit musikalischen Beiträgen zweier Chöre ab. Fürbitten wurden konfessionsübergreifend vorgetragen, seitens der neuapostolischen Kirchengemeinde durch Roswitha Brech und Ralf Vogt.
Teilnehmer durch Wollnetz verbunden
Alle drei Geistlichen betonten, dass es sich bei diesem Gemeindefest und Gottesdienst um den ersten dieser Art im Rahmen der Ökumene handelte und es nur richtig und wichtig sei, als christliche Kirchen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Besonders augenscheinlich wurde dies, als während des Gottesdienstes diverse Wollknäuel durch die Reihen der Teilnehmer geworfen wurden. Viele hielten den Faden fest und warfen das Wollknäuel weiter, so dass sich ein immer feineres Netz miteinander verbundener Gottesdienstteilnehmer entwickelte. Damit verbunden war Fröhlichkeit und eine schöne Atmosphäre.
Gesamteindruck der Teilnehmer durchgängig positiv
Der Gesamteindruck aller Teilnehmer war durchgängig positiv. Das Miteinander war geprägt von einer Atmosphäre des gelebten Christseins und von Offenheit, nicht zuletzt auch dadurch sichtbar, dass es viele helfende Hände gab, die sich mit einbringen wollten. Möchte man ein Fazit ziehen, dann fasst es der Satz eines Mitglieds einer der beiden großen Kirchen treffend zusammen: „Das Miteinander in der Ökumene war ein längst überfälliger Schritt!“
Insgesamt wurde ein Spendenerlös von 1.247,98 Euro erzielt, der auf 1.400 Euro aufgestockt der Tafel Unna zugutekommen wird.
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