Tröstlich empfanden die Gottesdienstteilnehmer aus den Gemeinden Kamen-Mitte und Kamen-Heeren den Abendgottesdienst, den Apostel Wolfgang Schug am 2. März 2022 in Kamen-Heeren feierte.
Eine Woche nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa war schon vor Beginn des Gottesdienstes spürbar, dass sich Sorgen und Ängste ausgebreitet hatten. Die gemeinsam zum Gottesdienstbeginn gesungenen vier Strophen des Gesangbuchliedes 165 "Wie Gott mich führt", die der Feldgeistliche Lambert Gedicke (1683-1736) gedichtet hatte, und der erlebte Gottesdienst erzeugten wieder neues Gottvertrauen.
Bewegendes Gebet
Bewegend, klar und eindringlich, war im Eingangsgebet des Apostels die Bitte um Frieden in der Welt und um Beistand in Leid und Bedrängnis. Apostel Schug nahm Bezug auf das vor Predigtbeginn gespielte Lied "Wer steht dort und wartet" (CM 250). Es sei im Diesseits und im Jenseits nicht heilsentscheidend, ob ein Mensch gut oder böse ist oder war, sondern dass das "Herz" für Gott geöffnet werde und sich Geist und Seele vom Geist Gottes lenken und leiten lassen.
Wiederkunft Christi
Apostel Schug ging auch darauf ein, dass in besonderen Bedrängnissen vermutet wird, dass solche Verhältnisse die Wiederkunft Christi einläuten. Aber viele der biblisch erwähnten Zeichen (Matthäus 24) seien schon lange spürbar und Kriege habe es zu allen Zeiten gegeben. Wenn die Braut Christi bereit sei, werde Christus wiederkommen, so der Apostel. Nicht immer verstehen wir Gott, aber wir suchen wiederkehrend seine Nähe und verlassen uns darauf, dass alles, was erlebt wird, am göttlichen Thron vorüber gegangen ist und Gott das Beste für jeden will (Römer 8, 28).
Friedefürst und Liebeskette
Bischof Makulla erwähnte in seinem Predigtbeitrag die vielerorts stattgefundenen Friedensdemonstrationen. Das sei wichtig. Aber wichtig sei es auch, dass wir zum Gottesdienst kommen und erleben, dass der Friedefürst Jesus unter uns ist. Bischof Makulla rief die versammelte Gemeinde dazu auf, die Liebeskette (GB 332) fester zu schmieden im Wissen, dass wir als Geschwister in Christo miteinander auch über Landesgrenzen hinweg verbunden sind und bleiben.
Nach dem Gottesdienst informierte Apostel Schug die Gottesdienstteilnehmer noch über die geplante Fusion der drei Kamener Kirchengemeinden zum Zeitpunkt der Einweihung des neuen Gotteshauses in Kamen. Sein Wunsch sei es, dass mit der Einweihung der neuen Kirche eine neue gemeinsame Gemeinde entstehe.
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