Zur Diamantenen Hochzeit des Jubelpaares Edelgard und Berthold Grolik aus der Kirchengemeinde Kamen war der Himmel trübe und regnerisch, aber die Freude des Jubelpaares und der versammelten Festgemeinde sowie der Teilnehmer an der Videoübertragung wurde dadurch nicht getrübt.
In der Ansprache vor der Segensspendung übermittelte Gemeindevorsteher Hirte Jürgen Koschker dem Diamantenen Hochzeitspaar herzliche Grüße des Bezirksältesten Ralf Ermisch und übermittelte ihnen das vom Bezirksältesten vorgeschlagene Bibelwort aus Psalm 90, 1-2: „Herr, du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
Wie entstehen Diamanten?
Hirte Koschker wies unter anderem auch darauf hin, dass Diamanten aus Kohle in der Tiefe der Erde unter großem Druck und starker Hitze in langer Zeit entstehen. In der langen Ehezeit des Jubelpaares gab es Zeitabschnitte, welche der Psalmist treffend mit den Worten beschreibt: „Aus der Tiefe rufe ich Herr zu dir.“ Diese manchmal auch druckvollen Zeitabschnitte, wo es hier und da auch mal heiß her ging, führte das Diamantene Hochzeitspaar noch enger zusammen.
In diesen Verhältnissen - so der Vorsteher - konnten sich in ihrer Ehezeit besondere Diamanten bilden, nämlich Diamanten des Gottvertrauens, Diamanten der Tragkraft, Diamanten der Hoffnung und der Gottes- und Nächstenliebe mit starker Leuchtkraft.
Gottesdienst
Der Schwerpunkt des Gottesdienstes war mit dem Bibelwort aus 1. Thessalonicher 5, 9-10 die Wiederkunft Christi in dem Bewusstsein, dass sich weltweit eine Brautgemeinde bildet, die an den wiederkommenden Christus glaubt und auf ihn wartet.
Während die Christen in Thessaloniki mit dem Eintritt in die Nachfolge Christi Verfolgung und Ausgrenzung zu befürchten hatten, sei die Situation der Nachfolger Christi in unseren Breitengraden völlig anders. Keine Verfolgung, aber Verflachung, keine Ausgrenzung, aber Gleichgültigkeit, Oberflächlichkeit und Freudlosigkeit wirken auf die Brautgemeinde ein. Damals wie heute sei es wichtig, den Blickwinkel auf den wiederkommenden Christus zu richten und sich auf die Bestimmung der Brautgemeinde zu konzentrieren, die Petrus in seinem Brief sehr klar formulierte (1. Petrus 2, 9).
Viele Glück- und Segenswünsche konnten nach dem Gottesdienst dem Jubelpaar aus den zwei versammelten Gemeinden Kamen und Kamen-Heeren übermittelt werden. Auch ein kleiner Umtrunk war bei trockenem Wetter vor der Kirche noch möglich.
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