Am 1. August 2021 feierte Bischof Makulla den Gottesdienst in der Kirche in Kamen-Heeren. Das zum Beginn auf dem Piano vorgetragen Lied „Jesus, erfülle mein Herze mit Freude“ erfüllte sich buchstäblich.
Die sehr freudig übermittelte Predigt von Bischof Makulla übertrug sich schnell auf die anwesenden Gläubigen der beiden Gemeinden Kamen-Mitte und Kamen-Heeren. Tröstung, liebevolle Hinweise und Stärkung des Bewusstseins, sich in der Nachfolge Christi nicht nur „Leckerbissen“ aus dem reichhaltigen Angebot des Evangeliums heraussuchen zu können, waren die Schwerpunkte der Predigt nach dem Bibelwort aus Lukas 7, 33-35.
Tröstung in schwieriger Zeit
Bischof Makulla zitierte am Anfang des Gottesdienstes einige Predigtaussagen des Stammapostels Schneider, der am 4.7.2021 in Velbert mit dem Bibelwort aus Matthäus 12, 19-21 diente, wonach Gott das zerknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen werde.
Mancher fühle sich in dieser Zeit wie ein geknicktes Rohr oder wie ein nur noch glimmender Docht – so Bischof Makulla. Doch das Vertrauen in Gott tröstet den Gläubigen in der Hoffnung, dass geknickte Seelen wieder zusammengefügt werden und ein glimmender Docht im Herzen zu einem brennenden Feuer sich neu entwickelt. Andererseits weisen die Bilder vom Rohr und Docht auch auf die rückläufige Glaubensentwicklung in der Kirche Christi hin. Tröstlich bei dieser Entwicklung sei aber, so zitierte Bischof Makulla den Stammapostel, dass in den Gemeinden noch viel Liebe zu Gott und dem Nächsten spürbar sei.
Konzentration auf das gesamte Evangelium
Die pauschalen Vorwürfe der damaligen Geistlichkeit gegenüber Johannes, dem Täufer, und Jesus, dem Gottessohn, waren heuchlerisch und nur der Vorwand, beide nicht zu akzeptieren. Das habe sich auch heute noch nicht geändert, so Bischof Makulla. Christen distanzieren sich auch heute noch von Botschaften des Evangeliums, wenn diese kompromisslos erscheinen. Oft genug gehen diesen Entscheidungen Ärgernisse und Unstimmigkeiten voraus. Bischof Makulla rief die versammelte Gemeinde dazu auf, sich auf die Botschaft des Evangeliums in der Gesamtheit zu konzentrieren. Dazu gehöre auch die Selbstverleugnung, das eigene Handeln und eigene Ansichten mit Blick auf das Evangelium immer wieder infrage zu stellen. Wer das Evangelium in seiner Gesamtheit annehme, der bleibe in Freude wie im Leid in der Nachfolge Christi, und der konzentriere sich auf das, was zum Heil wichtig sei.
Der Gemeindevorsteher Jürgen Koschker und Priester Michael Warias unterstrichen in ihren Predigtbeiträgen die Kernpunkte aus der Predigt des Bischofs, wobei Priester Warias darauf hinwies, dass heute fast jeder irgendein Problem mit irgendetwas habe. Aber Probleme seien Aufgaben, die es zu lösen gelte und das beziehe sich auch auf die Nachfolge Christi.
Den Schlusspunkt setzten Priester Bernd Tratzka und sein Sohn Fabian mit Orgel-Trompeten-Ensemble des Chorliedes "Herr, komme bald".
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