Zum Auftakt in ein Jubiläumsjahr anlässlich des 100jährigen Bestehens der Kirchengemeinde Bönen feierte Bezirksapostel Rainer Storck am Mittwoch, den 8. Januar 2020 den Abendgottesdienst in Bönen.
Apostel Wolfgang Schug sowie die Bischöfe Ulrich Götte und Karl-Erich Makulla begleiteten den Bezirksapostel. Die Kirchengemeinde Kamen-Heeren-Werve, etliche Bezirksvorsteher und die aktiven und im Ruhestand befindlichen Vorsteher des Kirchenbezirkes Hamm waren ebenfalls anwesend.
Dem Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort aus Johannes 1, 15 zugrunde: "Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich."
Bezirksapostel Storck übermittelte zum Beginn des Gottesdienstes allen Anwesenden Glück- und Segenswünsche zum Jahresbeginn und erwähnte das Motto der Gemeinde zum Jubiläum: Danket dem Herrn!
Diese Dankbarkeit werde ja in vielerlei Form zum Ausdruck gebracht. Eine Position, mit der jeder Dankbarkeit ausdrücken könne, sei das Opfer, welches alle Lebensbereiche umfasst und oft genug auch weh tut, wie bei der armen Witwe, die alles, was sie hatte, Gott schenkte.
Haltung Jesu gegenüber
Johannes der Täufer war Wegbereiter für Christus! Wenn das auf Nachfolger Christi bezogen wird, stellt sich für alle die Frage, wie bereiten wir Christus den Weg zu uns, wenn wir in den Gottesdienst gehen? Wie tragen wir dazu bei, im Gottesdienst eine Begegnung mit Christus zu erleben?
Im Matthäusevangelium wird im Kapitel 11, 2-6 davon berichtet, dass Johannes im Gefängnis seine Jünger zu Jesu mit der Frage sandte, ob er derjenige sei, der kommen sollte. Hier zeigte sich eine negative Entwicklung bei Johannes gegenüber seinem Auftreten nach Johannes 1, 15. Christen werden aufgerufen, sich selbstkritisch zu fragen, welche Entwicklung sie in der Nachfolge Christi genommen haben. Der Hinweis Jesu an die Jünger des Johannes: "Selig ist, wer sich nicht an mir ärgert" lenkt den Blick auf menschliche Attribute, die in der Nachfolge Christi zu Reibereien und Problemen führen, aber mit Christus nichts zu tun haben. Alle Amtsträger und alle Mitgeschwister sind sündige Menschen, unvollkommen und fehlerhaft. Wenn in solchen Reibereien und Problemen Christus in uns den "Ton angibt", beweisen wir im Miteinander Größe und praktizieren Versöhnung.
Bereit sein auf die Wiederkunft Christi
Der Bezirksapostel wies auch darauf hin, dass die einzelnen Gottesdienste nicht von uns als Einzelveranstaltung "abgehakt" werden sollten. Eindringlich formulierte er, dass die erlebten Gottesdienste aneinandergereiht zur Ausreife und Würdigkeit unserer Seele dienen und dazu beitragen, bereit zu sein, wenn Jesus Christus wiederkommen wird.
Anteil des Gottvertrauens
Apostel Wolfgang Schug wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass der Anteil unseres Gottvertrauens immer 100% sein müsse. So hätten auch die ersten neuapostolischen Christen in Bönen vor 100 Jahren gearbeitet. In Rückschlägen und Enttäuschungen beim Aufbau der Gemeinde half ihnen ihr Gottvertrauen, weiterzuarbeiten und sich nicht entmutigen zu lassen.
Grußwort des Bürgermeisters
Nach dem Schlussgebet mit Segensspendung richtete Herr Bürgermeister Stephan Rotering einige Worte an die Kirchengemeinde, wünschte dieser ein gutes neues Jahr und gutes Gelingen bei allen Aktivitäten, die zum Jubiläum stattfinden werden. Lobend äußerte er sich auch über die Chorvorträge.
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