Weltweit fanden am ersten Sonntag im November in allen neuapostolischen Gemeinden die Gottesdienste für Entschlafene statt.
In diesen Gottesdiensten wird in besonderer Weise der Verstorbenen gedacht und verlangenden Seelen im Jenseits werden die Sakramente gespendet.
Den Gottesdienst für Entschlafene im Kreis der zehn- bis vierzehnjährigen Kinder des Kirchenbezirks und der Kirchengemeinde Unna führte Bezirksevangelist Olaf Auffenberg durch. Grundlage für diesen Gottesdienst war das Bibelwort aus Johannes 2, 5: „Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.“
Bereits das Eingangslied "Eine Botschaft voll Erbarmen" (GB 250) stimmte die anwesende Gemeinde der Kinder und der Kirchengemeinde Unna auf ganz besondere Weise auf den bevorstehenden Gottesdienst ein.
Ein Wunder Jesu mit tiefgreifender Bedeutung
Im Johannesevangelium wird im 2. Kapital das Wunder Jesu auf der Hochzeit zu Kana geschildert, wo Jesus Wasser in Wein verwandelte. Er setzte damit ein besonderes Zeichen, weil gläubige Juden die Hinweise aus Jesaja 25, 6-9 ernst nahmen, dass mit dem Erscheinen des Messias ein Festmahl mit gutem Wein verbunden sei.
Ebenso leuchtet im ganzen Geschehen das Verhalten der Mutter von Jesu, Maria, auf. Sie war empfindsam für die Not der Gastgeber, sie suchte nicht die Schuldigen für die Weinknappheit, sie trat bittend bei Jesu für die Gastgeber ein und sie war überzeugt, dass er helfen würde.
Not lindern
Um die Auswirkungen der jähen Unterbrechung der Feierlichkeiten und der Fürsorge Marias für die anwesenden Kinder in die heutige Zeit zu übertragen, diente ein aktuelles Ereignis eines Wohnungsbrandes aus der Region, der für die betroffene Familie eine abrupte Situationsveränderung und einen hohen Verlust darstellte. Genau wie Maria damals waren aktuell viele helfende Hände zur Seite, die zu einer Linderung der Not beitrugen.
Mit Blick auf Verstorbene glauben neuapostolische Christen daran, dass durch das Opfer Christi der Zustand der Seelen im Jenseits zum Guten hin veränderbar ist. Unerlöste Seelen bedürfen des Glaubens an Jesus Christus, der Orientierung am Evangelium und der Empfangnahme der Sakramente um ein Leben in Christus zu führen (1. Petrus 4, 6). Damit dies möglich wird, treten neuapostolische Christen in Fürbitte für Entschlafene ein.
Heiliges Abendmahl
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurde die Kirchengemeinde auf das bevorstehende Fürbittgebet eingestimmt. Diesen hoch emotionalen Moment leiteten drei Gemeindemitglieder ein, die unter Klavierbegleitung das allseits bekannte Kinderlied „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ sangen und damit die Liebe, Güte und Allmacht Gottes besonders betonten.
Nach Abschlussgebet und Schlusssegen sang die Gemeinde gemeinsam das irische Segenswunschlied „Möge die Straße uns zusammenführen“.
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