In den Gemeinden fanden jeweils am zweiten bzw. vierten Advent besinnliche Weihnachtsfeiern mit musikalischer Vielfalt, Nachdenklichkeit und Fröhlichkeit statt.
In diesem Jahr standen die Weihnachtsfeiern in den beiden Kirchengemeinden unter dem Motto "Suchen und Finden". Auch wenn dieses Motto zuerst mit Ostern assoziiert wird, beinhaltet die Weihnachtsgeschichte ein ständiges Suchen und Finden: Maria und Josef suchten verzweifelt eine Unterkunft und begnügten sich schließlich mit einem Stall, die drei Weisen suchten den neugeborenen König und fanden ihn auf Umwegen, der König Herodes suchte den vermeintlichen Konkurrenten und fand ihn nicht, die Hirten auf dem Feld suchten den Erlöser, der die Welt verändern würde und fanden ein neugeborenes Kind.
Musikgenuss in großer Vielfalt
Vielfältige musikalische Darbietungen und Mitsingmöglichkeiten in beiden Gemeinden sorgten schnell für weihnachtliche Stimmung. Großer und kleiner Chor, Piano, Orgel, Akkordeon, Trompete und Posaune sorgten in Kamen für Musikgenuss, der fröhliche Gesichter erzeugte.
In Heeren überzeugte wieder der Gitarrenkreis, Hackbrett und Zither, der Chor, das Piano, die Orgel und zum Schluss der Dudelsack für zarten und kraftvollen Musikgenuss.
Der Bibelkuchen
In beiden Gemeinden wurde nach einem Rezept mit Bibeltexten ein sogenannter Bibelkuchen gebacken. Der Backvorgang lebt einmal von den Bibelversen, welche im Text die üblichen Backzutaten wie Mehl, Zucker, Mandeln etc. enthalten und von den lustigen, humorvollen Dialogen zwischen den zwei Akteuren. Die beste Stelle war Jeremia 6, 20, wo man zuerst auf Weihrauch stößt und schlussendlich erst in der Septuaginta aufgeklärt wird, dass die Zutat Zimt gemeint ist.
Nachdenkliches und Fröhliches
In Kamen trugen Christel Dettmar und Rolf Heyder nachdenklich stimmende und fröhliche Geschichten vor. In Heeren erläuterte Dominik Schilling anhand der Nikolausphysik sehr überzeugend, dass der Nikolaus mit seiner Aufgabe, Kinderherzen zu erfreuen, mehr als überfordert sei und deshalb viele liebe Eltern und Menschen in seine Fußstapfen treten müssen. Auch Philine trug sehr professionell und ausdrucksstark eine gegenwartsnahe Geschichte vor, in der die beste Krippe gesucht wurde. Letztendlich fand sich diese Krippe in einer nicht mehr benutzten kleinen Kapelle, wo eine Flüchtlingsfamilie Unterkunft gefunden hatte.
Nachdem Geschenke für die anwesenden Kinder verteilt waren, sorgten in beiden Gemeinden musikalische Überraschungen für einen fulminanten Schlusspunkt. In Kamen trug Bernd Tratzka an der Orgel mit seinen Söhnen Fabian (Trompete) und Sebastian (Posaune) das bekannte Weihnachtslied "Hört ihr, wie die Engel singen" vor. In Heeren bildete Amazing Grace mit Gitarren, Trommel und Dudelsack den Schlusspunkt.
Die anschließenden Buffets in beiden Gemeinden sorgten noch für ein gemütliches Beisammensein.
24. Dezember 2018
Text:
kj/RS
Fotos:
G. Salewsky, J. Koschker, W. Mescheder
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