Am 12. September 2018 versammelten sich die Kirchengemeinden Kamen-Heeren, Kamen-Mitte und Hamm-Wiescherhöfen zum feierlichen Abendgottesdienst mit Apostel Wolfgang Schug in der Kirche in Kamen-Heeren.
Apostel Schug wurde vom Bischof Karl-Erich Makulla sowie den Bezirksämtern Ralf Ermisch und Olaf Auffenberg begleitet.
Vor Beginn des Gottesdienstes trug der Chor im voll besetzten Gotteshaus mit den Liedvorträgen "Ich hebe meine Augen auf" und "Meine Seele ist stille zu Gott" mit dazu bei, dass sich eine feierliche Erwartungshaltung in der Gemeinde entwickelte.
Apostel Schug legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Apostelgeschichte 6, 8 zugrunde, in dem der damalige Diakon Stephanus als Vorbild in der Nachfolge Christi erwähnt wird.
Loslassen
Zum Gottesdienstbeginn nahm Apostel Schug Bezug auf das mit Orgelbegleitung vorgetragene Chorlied "Näher noch näher" und wies darauf hin, dass man loslassen müsse, wenn man sich einer Sache oder einem anderen Menschen nähern möchte. Wer sich irgendwo festhalte, komme nicht vom Fleck. Loslassen kann - bei ehrlicher Selbstprüfung - eine Richtungsänderung bewirken.
Stephanus - ein anregendes Vorbild
Mit Blick auf den Diakon Stephanus als einer der auffallendsten Persönlichkeiten der frühchristlichen Gemeinde erwähnte Apostel Schug den Bekennermut des Diakons, wies auf seinen fundierten Glauben, auf seine besondere Verbindung zu Gott und auf seine Liebe zum Nächsten hin. Für Nachfolger Christi der Gegenwart sei Stephanus ein einprägsames, anregendes Vorbild. Apostel Schug riet den versammelten Gläubigen, sich mit dem Evangelium, mit der Glaubenslehre immer wieder zu beschäftigen. Die Aussage des Diakons bei seiner Steinigung, dass Gott seinen Peinigern die Sünde nicht anrechnen möge (Apostelgeschichte 7, 60) bezeuge seine Liebe zu seinen Mitmenschen und sei aus dem Wesen Christi geboren. Wie verhalten wir uns als Christen, wenn Unrecht oder Schlimmeres zugefügt wird?
Bischof Makulla unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Ausführungen des Apostels und hob besonders den beispielhaften Bekennermut des Diakons hervor.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls empfing ein Säugling durch Apostel Schug das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Den Schlusspunkt setzte der Chor mit dem Lied "Jauchzet und singet" mit Orgelbegleitung.
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