Apostel Wolfgang Schug feierte am Donnerstag, den 7. September 2017 in Kamen den Abendgottesdienst gemeinsam mit den Gemeinden Kamen-Mitte, Kamen-Heeren und Bergkamen-Rünthe. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Ersthelfer/innen aus den Gemeinden des Kirchenbezirks eingeladen.
Nach dem kraftvoll mit Orgelbegleitung vorgetragenen Chorlied zum Gottesdienstbeginn: "Anbetung will ich Herr dir bringen" (CB 133) begrüßte Apostel Schug die große Gemeinde mit den Worten, er fühle, dass sich eine Gemeinde der Treuen versammelt habe. Im Weiteren ging er auf das gemeinsam gesungene Gesangbuchlied Nr. 358 (Jesus geh voran) ein, welches häufig zu Konfirmationen gesungen wird. Sehr eindringlich stärkte der Apostel das Bewusstsein dafür, sich als Nachfolger Christi täglich mit dem Konfirmationsgelübde zu beschäftigen und mit Gottes Hilfe es auch zu erfüllen. Dies sei möglich, wenn Jesu immer vorangehe.
Böses kann Gutes bewirken
Schwerpunkt des Gottesdienstes war die Josef-Geschichte mit der abschließenden sehr edelmütigen Aussage Josefs an seine Brüder: "Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es böse mir mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk." (1. Mose 50, 19-20)
Bemerkenswert an dieser alten Geschichte ist die Tatsache, dass sich Josef durch böse Erlebnisse zum Guten veränderte. Als Kind mochten ihn seine Brüder nicht, weil er sich gern in den Mittelpunkt stellte und den Vater über ungute Taten seiner Brüder auf dem Laufenden hielt. Sein wechselvolles Leben in Ägypten - in großer Höhe und Ehre am Hof des Potifars und dann wieder im tiefen Fall und verlassen im Gefängnis - sorgten bei ihm für Reife und veränderten ihn maßgeblich. Apostel Schug machte deutlich, dass sich Josef in Ägypten auf den Gott seiner Väter verließ und diesem vertraute, auch wenn ihm dies teilweise zum Nachteil wurde. Zu allen Zeiten und auch heute können auch böse Ereignisse im Leben dazu dienen, zu reifen und in das Wesen Jesu hineinzuwachsen. Wer sich auf Gott verlasse, werde immer erleben, dass er am Ende nicht verlassen sei, so Apostel Schug. Mit Gott sei das Ende immer gut, auch wenn es oft nicht so aussehe.
Christsein und Nebeneffekte
Evangelist Jörg Manthey führte in seinem Predigtbeitrag aus, dass ein "schöner Nebeneffekt" wahrhaftiger christlicher Nachfolge und Vergebungsbereitschaft sei, dass jene, denen man es nicht "heimgezahlt" habe, oft die ersten sind, die einen selbst in schwierigen Situationen unterstützen.
Sakrament der Heiligen Versiegelung und Heiliges Abendmahl
Es folgte vor der Feier des Heiligen Abendmahls die Spendung der Gabe des Heiligen Geistes an einem Kind. Apostel Schug hob hervor: "Das neugeborene Kind sei ein Geschenk für die Eltern und die Eltern seien ein Geschenk für das Kind."
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Gebet setzte der Chor mit Orgelbegleitung den Schlusspunkt mit dem Chorlied: Danket dem Herrn (CB 272).
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