Gemeinsam mit den Kirchengemeinden Kamen-Mitte und Hamm-Wiescherhöfen erlebte die Kirchengemeinde Kamen-Heeren einen denkwürdigen Abendgottesdienst.
Zu Beginn des Gottesdienstes trug der Chor das bekannte Hohelied der Anbetung Gottes: "Gott ist gegenwärtig" mit Orgelbegleitung vor. Apostel Wolfgang Schug bedankte sich für den Liedvortrag und wies in seinen einleitenden Worten darauf hin, dass diese besungene Gegenwart Gottes der Hauptgrund sei, den Gottesdienst zu besuchen. Daran zu glauben und sich dieser Gegenwart Gottes in der Wortverkündigung, im Geschenk göttlicher Gnade und im Sakrament des Heiligen Abendmahls immer wieder bewusst zu werden, sei und bleibe Aufgabe aller Gottesdienstbesucher.
Grundlage für die Predigt des Apostels war das Bibelwort aus Matthäus 7, 7: "Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan."
Gebetskultur
Bitten, suchen und anklopfen kann der Glaubende im Gebet. Die Heilige Schrift berichtet vielfach davon, dass gläubige Menschen Gott im Gebet neben dem Lobpreis und der Anbetung auch ihre Nöte, Ängste und Sorgen übermittelten. Manchmal fragen wir Menschen uns in der einen und anderen Lebenssituation mit Blick auf die göttliche Allwissenheit, ob bzw. warum ein Gebet notwendig ist. Weil - so Apostel Schug - im Gebet die innere Haltung und somit die Gottesbeziehung dem Betenden deutlicher als sonst zeige. Diese Gottesbeziehung erzeuge eine "Gebetskultur", die sich nicht in wohlgeformten Sätzen zeige, sondern im tiefen Glauben, im ehrlichen Bitten und im hoffenden Harren.
In lebensnahen Beispielen und Bildern rief Apostel Schug die Gemeinde dazu auf, im Vertrauen auf Gottes Hilfe und Beistand, immer wieder als Bittende, Suchende und Anklopfende vor ihn zu treten.
Bedürftigkeit
Bezirksevangelist Olaf Auffenberg erwähnte in seinem Predigtbeitrag die menschliche Bedürftigkeit als Motiv, sich an Gott zu wenden. Apostel Schug griff diesen Gedanken vor der sakramentalen Abendmahlsfeier noch einmal auf. Bedürftigkeit erfreue sich im menschlichen Leben keiner großen Beliebtheit. Doch im Sakrament des Heiligen Abendmahls empfange nur der Bedürftige und Verlangende die stärkende Kraft aus dem Opfer Christi.
Nach der Abendmahlsfeier endete der Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen und dem kraftvoll vorgetragenen Chorlied: "Herr, komme bald."
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